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Sonntag, 23 April 2017 18:34

Being a writer means ... Entspannung kann viele Gesichter haben

geschrieben von

»Being a writer means making the world a better place« - gewichtige Worte. Leider sind sie nicht von mir.

buchcover Savannah

Eine Autorenkollegin hat sie in einem wunderschönen Video gebraucht, Link dazu siehe unten, und ich kann ihre Schlussfolgerungen nur bestätigen.
Natürlich bedeutet ein Buch zu schreiben unglaublich viel Arbeit, Selbstdiziplin, Kaffee- und Teekonsum und eine verständnisvolle Familie. Aber der Grund, warum viele von uns Schreiberlingen so etwas anfangen, ist Folgendes:
Wir haben Ideen, die aus uns heraussprudeln wollen. Dabei tauchen wir in eine andere Welt ein, manchmal wunderschön, gelegentlich grausam – je nach dem Genre, für das wir uns entschieden haben. Aber wir lösen uns von dem Hier und Jetzt und damit von Stress und Hektik.
Ich bekomme häufig zu hören: »Wie schaffst du das nur alles? Wird es dir nicht zuviel?«
Nein, denn das Schreiben ist ganz etwas anders als nur Arbeit. Ich könnte den Stress des Alltags nicht anders überleben.
Der eine hechtet beim Nachhausekommen auf die Couch vor den Fernseher, der andere (meist die) schnappt sich ein Buch. Und wir Autoren drücken den Startbutton unseres Computers und positionieren uns vor Tastatur und Maus.

Ich tauche in die Welt ein, die ich erschaffe.
Dabei treffe ich die Personen, die ich mag und lebe in ihrer Mitte. Manchmal bin ich gemein und mach ihnen das Leben schwer oder lasse sie sterben. Aber meine Lieblinge bekommen das Happy End, das ihnen zusteht.
Auch wenn ich nicht reich werde, verdiene ich Geld mit meinem Hobby.
Doch der stärkste Antrieb zur Veröffentlichung meiner Romane ist der Wunsch andere an dieser Art von Entspannung teilhaben zu lassen.
Dass ich das erreicht habe, macht mich neben dem wohltuenden Lob in vielen Rezensionen so unglaublich glücklich. Und das lese ich aus zwei Sätzen der neuesten Einträge bei Amazon heraus.

Savannah« ist noch ganz neu auf dem Markt und hat nun schon zwei 5-Sterne-Rezis: Ich freue mich sehr, vielen Dank an die beiden Leser/innen.
»Durch den bildhaften Schreibstil ist man sozusagen Gast auf der Double-J und sitzt mit den Protagonisten am Frühstückstisch oder begleitet sie auf ihren Reitausflügen.«
»Dieses wunderbare Buch ist für jeden Leser empfehlenswert, der Ablenkung vom Alltag braucht ...«

Ich habe es geschafft, jemanden aus seinem Alltag herauszureißen, wie stressig dieser auch gewesen sein mag, und habe ihn in eine andere Welt versetzt. Er/sie sitzt mit Jolene, Erin, Savannah und den anderen Ranchbewohnern am Frühstückstisch der Double-J-Ranch und nimmt an den gegenseitigen Frotzeleien teil. Er reitet mit ihnen die Rockies hinauf und spürt den Wind in den Haaren.
Gibt es einen besseren Grund Bücher zu schreiben?

Wollt ihr den Ausritt begleiten? Hier eine Leseprobe aus Savannah:

Wir folgten dem Fahrtweg in die Berge für eine knappe halbe Stunde, während wir uns angeregt unterhielten: Erin mit Riff und Josh und ich. Dennoch bemühte ich mich, Inhalte des Gesprächs, das vor mir stattfand, zu verstehen. Josh erzählte gerade von den Ausflügen, die sie in Irland mit Teddy unternommen hatten.
»Den kleinen Kerl zwischen den Lämmern zu sehen, war rührend. Er kannte bis dahin tatsächlich nur Pferde und Kühe. Holly hat einen Narren an ihm gefressen und er an ihr. Deshalb konnten Erin und ich abends mal alleine weg und uns mit meinen Freunden treffen. Auch die Trolle, Elfen und Werwölfe saßen mit am Tisch und keiner fand es seltsam.«
Es dauerte einen Moment, bis ich wahrnahm, was er mir erzählte, und ich starrte ihn an.
»Was ist los? Wer saß am Tisch?«
Er lachte und zwinkerte mir zu. Seine türkisen Augen blitzten, und ich dachte mir wieder einmal, wie gut er zu Erin passte.
»Ach, du hörst mir doch ein wenig zu? Ich hatte befürchtet, dich zu langweilen, weil das Gespräch da vorne wohl interessanter für dich ist.«
Ich schüttelte den Kopf und wollte gerade abwiegeln, da drehte sich Riff nach uns um.
Josh konnte es nicht lassen, als er dessen neugierigen Blick sah.
»Erin, scheint so, als wäre dein Gesprächspartner auch mit einem Ohr bei uns dabei. Zu dumm, dass der Weg für vier Leute zu schmal ist.«
Riff grinste mich an und ich konnte nicht anders als zurückzulächeln. Die Sonne strahlte uns an, die Spitzen der Berge vor uns waren noch von glitzerndem, weißen Schnee bedeckt, und auf den Wiesen zeigte sich ein ganz feiner Schimmer Grün.
Was gab es Schöneres, als hier gemütlich entlangzureiten? Riff wusste es.
»Wir könnten statt zu plaudern auch mal Tempo geben, finde ich. Wie seht ihr das?«
Endlich, dachte ich glücklich. Erin und Josh hatten gerade ihr Einverständnis genickt, als Riff und ich gleichzeitig unseren Pferden die Zügel freigaben.
Ebony hatte nur darauf gewartet. In zwei Sprüngen war sie an Duke und Whisper vorbeigeschossen, und ich lachte fröhlich auf. Ich hörte, wie sie hinter mir die Verfolgung aufnahmen und wusste nur zu gut, dass es ein Rennen zwischen Duke, Whisper und Ebony werden würde, die einen ähnlich spritzigen Abzug besaßen. Wer auf Distanz der Schnellste wäre, konnte man nicht sagen.
Josh war mit seinem ruhigen Tyrone außen vor. Der Wallach punktete mit Kraft und Ausdauer, schaffte jedoch, im Gegensatz zu unseren Temperamentsbündeln, kein allzu hohes Tempo.
Wir hetzten den Berg hinauf, folgten dem Plateau unterhalb der nächsten Bergkuppe und rasten ebenerdig dahin. Noch lag ich vorne, aber ich kannte Erins Ehrgeiz. Und Riff war auch kein Verlierertyp.
Der Kopf von Whisper erschien an meiner Seite, und ich musste lachen.
Dann stieg die Wiese erneut an und unsere Stuten konnten das Tempo nicht mehr halten. Duke zog keuchend vorbei, und man sah Pferd und Reiter an, dass sie es genossen, uns hinter sich zu lassen. An der nächsten Anhöhe angekommen parierte Riff durch und wir schlossen wieder zum ihm auf. Gemeinsam warteten wir, alle sechs nach Luft ringend, auf Josh. Er lachte, als er sah, wie atemlos wir waren.
»Tyrone, ich glaube, wir genießen ein wenig die Aussicht auf das Tal, bis sich die wahnsinnigen Raser erholt haben.«
»Das war klasse!«, stieß ich hervor, und auch Erin sah glücklich aus. Riffs Blick ließ mich nicht los, und auf seinem Gesicht lag ein beinahe melancholisches Lächeln.
»Das könntest du öfter haben.«
Mehr sagte er nicht, sondern lenkte sein Pferd in Richtung Norden.
Erin und Josh hatten es nicht mitbekommen. Ihre Pferde standen nebeneinander wie gemeißelt, während die beiden Reiter händchenhaltend über das Land unter sich betrachteten. Sie sahen so nach Zweisamkeit aus, dass ich mich als Störenfried fühlte.
Langsam dirigierte ich Ebony hinter Riff her, der bereits den nächsten Hügel erklomm, ohne sich umzublicken. Doch nun ließ er Duke wenden und schaute zu uns zurück.
Als ich ihn erreichte, machte Duke einen Schritt auf Ebony zu und drängte sie an den Rand. Rasch riss Riff sein Pferd herum, um mir Platz zu machen. Der Wallach schnaubte unwillig und schüttelte protestierend den Kopf.
Die dunkle Mähne wehte im Wind. Die beiden waren ein Bild für Götter. Der drahtige Mann mit dem blonden Haar, der wie angewachsen auf dem dunklen Pferd saß.

Weiteres zum Buch

Möge eure Woche effektiv und dennoch entspannend sein.
Katie

https://www.youtube.com/watch?v=vfJTAAFLdWY&feature=autoshare
(Liebe Annika Bühnemann, vielen Dank für die freundliche Genehmigung zur Verwendung des Zitats.)

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Auf der Facebook-Seite »Wir lieben Pferde« findet man übrigens viele nette T-Shirt-Sprüche für Reiter. Einer lautet: »Nur echte Reiter wissen, dass Stall ausmisten das beste Antidepressivum ist.«

Weitere Leseproben zu meinen Büchern findet ihr in den vorigen Blogeinträgen und auf meiner Facebookseite.

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Letzte Änderung am Freitag, 13 April 2018 16:07