Um alle Funktionen unserer Website uneingeschränkt benutzen zu können, werden Cookies benötigt. Einige dieser Cookies erfordern Ihre ausdrückliche Zustimmung. Bitte stimmen Sie dieser Verwendung zu.
Donnerstag, 05 März 2015 18:52

Eine fadenlose Woche

geschrieben von

Kennt ihr das: Kein roter Faden, der sich durch den Tag oder die Woche zieht? 
Genauso war es diese Woche bei mir - absolut fadenlos!

Rauf und runter, gesund und krank, mir geht es in dieser Woche wie vielen in Deutschland.
Ich versuche meine Arbeit trotz Krankheit zu leisten, freue mich über nette Begegnungen und welche, dir mir schwer zu denken geben, wohin unsere Welt steuert. Nicht in Bezug auf weltpolitische Belange, wie die Eingriffe der EZB in die europäische Geldpolitik, eher kleine, die mich in meiner Arbeit betreffen.

Wie unterschiedlich sind wir Menschen, ob jung oder alt, ob Schüler oder Lehrer, Autor oder Leser.
Höfliche, gut aufgelegte Personen wechseln sich in meinem engen Umfeld ab mit jenen, die es nicht einmal für nötig halten, ihr Handy in einem persönlichen Gespräch zur Seite zu legen und ihr Gegenüber einmal höflicherweise anzusehen. Gottseidank überwiegen die ersten!
Was mich allerdings entsetzt ist, wie ich und die weitere Umwelt sich schlechtes Benehmen gefallen lassen.

Müssen wir wirklich auf Kosten finanziell gutaufgestellter Organisationen junge Menschen in ferne Länder schicken, um zu zeigen, wie unhöflich manche Deutsche sein können, während sie uns dort repräsentieren? Das war mein absolutes Deprimier-Erlebnis der Woche, das kann ich euch sagen - es rangiert sogar noch vor meiner ersten schlechten Rezi von "Jolene", die mich natürlich auch nicht fröhlich stimmt.
Warum schicken wir die Miesepeter in die weite Welt, und nicht die netten, aufgeschlossenen, von denen es doch so viele gibt.
Hier geht es nicht um Neid, denn meine Kinder sind verwurzelt und am liebsten in ihrem gewohnten Umkreis mit Freunden und Familie, sondern um die Selbstverständlichkeit, mit der wir Frechheiten hinnehmen ohne uns zu wehren.

Wo liegt die Grenze, was ich mir erzieherisch in der Arbeit erlauben darf?
Bin ich tolerant ("der ist ja noch jung, das wird schon"), ein gutmütiger Tropf ("die arme Mutter, der ist das sicherlich peinlich"-nein, war es nicht!) oder gleichgültig ("geht mich ja nix an"), wenn ich eine Gelegenheit zur Meinungsäußerung (in der ich zugegebenermaßen innerlich kochend nach einem markigen Spruch gesucht habe) verstreichen lasse?
Meist ist so ein Erlebnis, bis ich nach Hause komme, schon so weit verarbeitet, dass ich davon in einer Art und Weise berichten kann, dass meine Familie darüber lacht.
Ich bin ein Mensch, der sich schnell wieder an etwas erfreuen und sich selbst aus einem schlechte-Laune-Pott rausziehen kann und kenne meine Notbremsmöglichkeiten.
Diese waren aufgrund der deutlich erhöhten Arbeitszeit und schlechtem Befinden etwas eingeschränkt, aber ein bisschen freie Landluft bei meinem Pferd genießen, das ruhig mit altersschwachem Gebiss vor sich hinkaut, wirken immer Wunder.

Auch die meisten Bücher, die ich gerne, und ab und zu auch öfters lese, entspannen mich, aber manche beschäftigen mich derart, wie zuletzt "Honigtot", dass ich zwei Nächte lang Schlafprobleme hatte. (Absolut empfehlenswert, super recherchiert, wunderbare Formulierungen, die mir zeigen, was für einen Autor erstrebenswert ist.)

Wie bin ich jetzt nur an diesem Punkt angekommen:
Ach ja, die fadenlose Woche hat einen fadenlosen Blogeintrag kreiert und damit bestens das Durcheinander in Leben und Gedanken dargestellt.
Aber auch diese Woche wird ein Ende haben und dies wie immer an einem Wochenende und damit habe ich dann meinen Faden wieder gefunden - ich verliere mich in den erfundenen Welten, die ich meistens steuern kann. ;)

Ich wünsche euch allen ein schönes Wochenende - entspannend und keinesfalls wirr und fadenlos.
Katie

Likes, Kommentare und Weiterempfehlungen über social media oder direkt auf der Seite sind mir sehr lieb und ich bemühe mich stets um baldiges feedback zu euren Fragen.

Letzte Änderung am Freitag, 13 April 2018 15:50