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Donnerstag, 10 Mai 2018 17:06

Soll ich in die Fußstapfen anderer treten oder lieber meine eigene Spur ziehen?

geschrieben von

Als Autorin kommt man glücklicherweise heutzutage leicht in Kontakt mit seinen Lesern, sei es durch einen direkten Chat oder auch persönlich.

2005 02 05 14 00 22 027 Canon PowerShot Pro1 Skifahren in KössenAuf meiner Facebook-Seite werden mir Freundschaften angeboten, was erfreulich ist, denn es bedeutet meist, dass sich die Menschen dafür interessieren, was ich tue. Der andere Aspekt ist natürlich, dass sie damit implizieren, dass ich mich für ihre Tätigkeiten interessieren sollte. Das ist nur recht und billig, und wenn mir ein wenig Zeit bleibt, stöbere ich gerne auf den Seiten anderer, um Eindrücke zu gewinnen.
Doch gelegentlich komme ich hier an meine Toleranzgrenze, wenn ich feststelle, dass ein neuer Follower (ich verwende aus Gründen der Einfachheit die männliche Formulierung) eine politische Meinung vertritt, die ich keinesfalls billige.
Dass dieser neue Seitenbesucher und Fan über die deutsche Politik vermutlich aufgrund nicht allzu guter finanzieller Gegebenheiten (wenig Einkommen bzw. Rente) frustriert ist, tut mir wirklich leid. Aber dass er auf Facebook in Richtung Schuldsuche umgehend bei der Einwanderungspolitik unterwegs ist, empfinde ich immer etwas kurzsichtig und ungerecht.
Ich vermeide meist politische Themen, sofern es nicht um Umwelt und soziale Geschichten geht. Nicht weil ich dazu keine Meinung hätte. Die habe ich, was schon zahlreiche Diskussionspartner entnervt hat. Im Laufe der Jahre habe ich jedoch eine Charaktereigenschaft entwickelt, die oft zu einem Problem für mich wird: Ich versetze mich zunehmend in die Lage der Betroffenen und kann beide Seiten zu einem gewissen Teil verstehen. Dadurch fällt es mir zunehmend schwerer Kritik zu äußern oder jemandem Ratschläge zu erteilen, wenn ich selbst nicht wirkliche Lösungsvorschläge bieten kann.
Aber irgendwie nehme ich doch Stellung – durch meine Geschichten:
Meine Protagonisten versuchen, zu helfen und sich nicht als den Nabel der Welt zu betrachten. In meinen Abenteuern ist der Respekt vor der Natur mit all ihren Lebewesen – Mensch, Tier, Pflanze – ein bedeutendes Thema. Ein Thema, das niemals falsch sein kann!
Bessere Renten herzuzaubern kann ich nicht, günstigere Lebensbedingungen für Deutsche ebenso wenig wie für Migranten. Aber ich kann – wie jeder von uns – meinen Teil dazu beitragen, wenn es mir wichtig ist. Und viele tun es: Sie leisten ehrenamtliche Arbeit. Damit gewinnt man an Einsicht in die Schicksale anderer, bekommt eine – wie ich meine – erweiterte soziale Wahrnehmung.
Ehrenamtliche Tätigkeit kann beim Kuchen für ein Fest des Kindergartenfördervereins beginnen, sie betrifft den Wasserwachtdienst am See genauso wie die Hausaufgabenhilfe für Migranten oder den Dienst bei der Lebensmittelausgabe an der Tafel. 
Es existieren Patenprojekte für (auch deutsche) Jugendliche, denen von Zuhause aus bei der Schulbewältigung oder Ausbildungsplatzsuche nicht geholfen werden kann. Manchmal genügt schon die Hilfe beim Ausfüllen von Formularen, wenn kein Elternteil dies erledigen kann, weil dieser selbst in sozialen Problemen erstickt.
Natürlich kann jeder von uns seine Freizeit füllen, die Gelegenheiten sind vielfältig, vom Sport über Reisen bis zum »Ständig-ins-Handy-gucken«. Aber haben wir das Recht, ständig zu lamentieren, wenn wir außer Steuern zu zahlen und dem Ausfüllen des Wahlzettels alle 4/6 Jahre nichts zum Sozialwohl beitragen? Außerdem gibt Helfen ein gutes Gefühl, ich kann es nur empfehlen.

Eigentlich wollte ich keinen politisch angehauchten Blog schreiben, aber manchmal reißen mich Themen mit.

Zurück zur Eingangsfrage: Wie soll ich mit Lesern umgehen, deren Meinung der meinen komplett entgegengesetzt ist? Den Kontakt abbrechen? Meine Meinung hinaus schreien? Das kann ich nicht (sofern es sich nicht um Hasstiraden oder Aufrufen zu bösen Taten/Worten/Newsteilungen handelt).
Lieber versuche ich, das Verständnis für andere Menschen und deren Probleme in meinen Büchern zu wecken. Und schlage damit meinen eigenen Weg ein, ziehe meine eigene Spur, anstatt in den Fußstapfen anderer zu wandeln und mich damit unterzuordnen.

Den ersten Schritt könnt ihr nur ganz alleine lernen: Euch in andere hineinzuversetzen! Dazu muss man keine Autorin mit zuviel Fantasie im Kopf sein.

Eure nachdenkliche Katie



Auch in der Leseprobe aus Savannah geht es um Verständnis. Riff Dawson wurde verhaftet und Savannah fühlt sich außerstande ihn zu besuchen – aus guten Gründen, die Raine Dawson nur zu gut nachvollziehen kann:

»Falls du ihn besuchen willst, kann ich das arrangieren, Savannah. Kurz oder lang, alleine oder mit mir, wie du möchtest. Aber jeder versteht dich, wenn du es nicht tust.«
»Auch Riff?«, fragte ich leise.
»Er will es dir nicht zumuten. ›Das ist für sie nicht gut. Lass sie nicht kommen, falls sie es sich anders überlegt.‹ waren seine Worte.«
Riff hatte über mich und meine Worte nachgedacht. Das schmerzte ebenso, wie es mir wohltat.
»Wie denkst du darüber, Raine?«
»Ich bin der Meinung, es ist unnötig, dass du dich dem Ganzen aussetzt, wenn es dir immer noch zu schaffen macht. Solltest du allerdings das Gefühl haben, es könnte dir helfen, deine Vergangenheit zu bewältigen, dann tu es für dich.«
»Glaubst du, er will mich sehen?«
»Lieber sieht er dich nicht, als dass er dich leiden sieht, Savannah. Das täte ihm nicht gut. Jo und Erin sind absolut dagegen, dir und ihm zuliebe. Schreib ihm Briefe, wenn du magst.«
Briefe schreiben? Was sollte ich da reinschreiben?
»Lieber Riff, heute bin ich ausgeritten und musste immer an dich denken. Blabla …«
Ich schüttelte den Kopf.
»Da fällt mir nichts ein. Und es ist nicht besser als ein Besuch.«
Raine nickte, dann griff seine zweite Hand auch zu und er sah mich eindringlich an, während er meine Hände hielt.
»Wie gesagt: Jeder versteht und akzeptiert es. Aber tu mir einen Gefallen: Denke daran, dass Erin und Jo, Teddy und meine Eltern ebenso darunter leiden. Es hilft ihnen und auch dir nicht, wenn du sie angreifst. Jeder Besuch bei Riff ist für sie wie ein Messer in einer Wunde. Mum schläft keine drei Stunden pro Nacht, und Dad ist permanent in der Werkstatt und säbelt und feilt, um sich zu beschäftigen. Meine schwangere Frau soll sich schonen und ist ähnlich gut gelaunt wie du. Du besitzt mehr Empathie, mehr Gefühl für deine Mitmenschen, als du glaubst. Nutze diese Fähigkeit und nimm ein bisschen Rücksicht, in Ordnung?«
Ich nickte leicht beschämt.
»Ja, du hast recht. Es tut mir leid. Kann ich sonst noch etwas tun?«
»Das autistische Mädchen braucht sehr viel Geduld, wenn du Jo und Erin da mal entlasten könntest und sie longierst, wäre das sicher eine Hilfe. Jo sollte sich mal ein Mittagspäuschen gönnen.«
Na toll, das war genau mein Ding, schnaubte ich innerlich. Aber ein bisschen Longieren würde ich hinbekommen.

Nach dem Mittagessen schlug ich es Jolene vor und sie strahlte.
»Das ist eine klasse Idee, Savannah. Du bist ihr altersmäßig auch näher als wir. Vielleicht öffnet sie sich etwas. Außerdem müssen Erin und Josh demnächst zum Prozess nach Irland.«
Ich sah sie verdutzt an, und sie erläuterte es.
»Der Prozess gegen die ehemalige Haushälterin, sprich Geliebte von Joshs Vater, die ihn umgebracht und Josh und Logan so schwer verletzt hat.«
Erins Abenteuer in Irland war nun schon ein halbes Jahr her. Unglaublich, wie lang so eine Prozesseröffnung dauerte, obwohl alles klar war.
Bei mir ging es damals deutlich schneller: Zwei Wochen Untersuchungshaft, Gerichtsverhandlung, Aussagen und wumm, saß ich hinter den Gittern der Jugendstrafanstalt.

»Wo ist sie denn? Dann packen wir das Longieren gleich an.«
»Sie heißt Lacey und sitzt drüben in der Küche bei Merry.«
Ich schnaufte tief ein, und Jolene sah mich unschlüssig an.
»Du musst das nicht tun, Savannah. Aber wenn du es tust, solltest du auf Lacey eingehen können. Sie ist psychisch nicht gesund.«
»Worauf muss ich achten, außer dass ich sie nicht zum Reden zwingen soll?«
»Fragen, die nur leichte, kurze Antworten benötigen, kannst und solltest du sogar stellen. Das gehört zum Lernprozess dazu. Lass sie gelegentlich mit Carrie allein, aber bleib in der Nähe. Tiere helfen oft beim Lockern. Lacey kennt ihre eigene Stimme vermutlich nicht mehr, es ist möglich, dass sie das verschreckt.«
»Sie spricht mit niemandem mehr?«, fragte ich fassungslos.
Jo schüttelte traurig den Kopf.
»Bis vor Kurzem hat sie zu Hause noch gesprochen, als das auch aufhörte, haben sie die Eltern auf die Double-J gebracht. Schlimmer kann es kaum werden.«
»Wie ist das losgegangen? Darf ich das wissen?«
»Es ist eine psychische Störung, die vermutlich durch ein Ereignis ausgelöst wurde. Das kann Mobbing in der Schule gewesen sein oder ein gewaltsamer Übergriff, das konnte uns bisher niemand sagen. Möglich ist auch, dass sie einfach das Gefühl hatte, keiner wolle sie hören. Und als sie merkte, dass sie damit durchkam und alle ihr die Sätze in den Mund legten, ihr die Arbeit gewissermaßen abnahmen, hat sie das ausgebaut.«
Ich nickte nachdenklich. Seltsame Dinge gab es auf dieser Welt. Ich schlenderte in die Küche, wo das Mädchen saß und die Tischplatte anstarrte.
Merry und Tam plauderten miteinander, während sie das Mittagessen vorbereiteten.
»Hallo, Savannah. Was hast du denn vor?«
»Ich wollte gerne Lacey auf Carrie longieren. Mir ist langweilig und ihr offensichtlich ebenfalls.«
Der Kopf des Mädchens fuhr hoch, und ihre braunen Augen sahen mich beinahe ausdruckslos an. Das ist gespenstisch, wenn dich jemand reglos ansieht, nicht auf die Worte reagiert und dann aber doch tut, was du sagst.
»Komm, Lacey. Wir ziehen uns an und holen uns Carrie. Der ist auch langweilig, weil sie so lange nicht auf der Koppel war.«
Ich drehte mich um, ohne nachzusehen, ob sie mir folgte, und ging zum Vorraum, in welchem unsere Skianzüge und Thermoreithosen hingen.
Ich wandte Lacey den Rücken zu und hoffte nur, dass sie sich einfach selbst anzog, während ich in meinen Skianzug schlüpfte. Als ich mich wieder umdrehte, stand sie unverändert da und starrte auf den Boden.
»Lacey, zieh bitte die Reithose und den Anorak an.«
Keine Reaktion. Ich unterdrückte ein Seufzen.
»Mir wird es hier drinnen zu heiß, Lacey. Ich warte draußen. Bitte beeile dich, denn vor der Tür pfeift es ziemlich.«
Ich wartete geschlagene fünf Minuten, und als ich etwas entnervt die Tür wieder öffnete, stand sie in den richtigen Klamotten vor mir, starrte aber in den Boden.
»Super, dann komm.«
Wir stapften hintereinander zum Stall, und ich atmete tief ein, als der Wind ausgesperrt war und ich den vertrauten Duft von Heu, Sägespänen und Pferd einatmete.
Leise redend ging ich auf Carries Box zu, und unser braves Longierpferd sah von seinem Heuberg neugierig auf. Ich schob die Boxentür auf, nahm das Halfter vom Haken und legte es ihr, immer noch murmelnd, an.
»Willst du sie zur Putzstange führen?«, fragte ich Lacey. Keine Reaktion.
Carrie trottete lammfromm hinter mir her und alle Pferde, an denen wir vorüberkamen, blickten kurz auf. Einige schnaubten, danach waren wieder nur Kaugeräusche zu vernehmen.
Die Stille und der Duft in einem Pferdestall, das ist einzigartig, und ich liebe diesen Ort. Wenn du ein Pferd putzt, niemand redet, kein Lärm irgendwo zu hören ist, dann versinkst du in einer anderen Welt, findest deinen Frieden. Bei mir half es heute leider nur eingeschränkt. Kaum war mein Hirn leergefegt von allen störenden Gedanken, schlich sich Riff hinein.
Was sollte ich tun? Ihn besuchen oder ihm schreiben?

Ich drückte Lacey die Kardätsche in die Hand, und sie begann ohne weitere Aufforderung, Carrie mit der weichen Bürste zu striegeln. Ich sah die Hufe nach, was eigentlich unsinnig war, denn wie sollte in der Box ein Steinchen den Weg hineinfinden? Ausgenommen die Stunden am Tag, in denen Ethan und Ben sie in der Reithalle ein wenig rennen ließen, standen die Pferde nun seit einer Woche in den Boxen. Der Reitunterricht lief auch eingeschränkt, da die Zufahrten zur Ranch immer wieder schwer passierbar waren. Für die nächste Woche verhieß die Wettervorhersage allerdings Besserung, der Schneefall würde ein Ende haben.
Ich legte Carrie den Voltigiergurt um und die Trense an. Die Longe befestigte ich am Verbindungsstück und nahm dann die lange Longierpeitsche in die Hand.
»Fertig?«, fragte ich Lacey, die mir die Ehre eines Nickens zuteilwerden ließ. Wahnsinn – eine Reaktion!
»Machst du die Tore auf, oder nimmst du Carrie?«, fragte ich, aber nun kam wieder nichts von ihr zurück.
»Lacey, ich brauche deine Hilfe. Mach bitte das Tor auf!« Ruckartig kam Bewegung in das etwa einssechzig große Mädchen mit dem strähnigen, braunen Haar.
»Danke, vergiss den Helm nicht und schließ dann das Tor hinter dir.«
Ich stapfte voraus und hoffte, dass sie mir folgen würde. Diesmal hatte ich Glück, auch wenn das Tor nur halb geschlossen war. Gut, dass ich nicht so pingelig bin wie unsere Reitlehrerin Lynn. Die hätte die kleine Heldin sofort wieder zurückgeschickt. Aber dazu fehlten mir die Nerven.
Mitten in der Reitbahn angekommen, zog ich den Gurt nochmals fester und war erstaunt, als Lacey mit dem Schemel zum Aufsteigen ankam. Normalerweise gab man den Voltigierschülern Aufstieghilfe, indem man sie an ihrem angewinkelten Unterschenkel nach oben schob. Sie wollte offensichtlich nicht berührt werden.
Dieser Gedanke ließ mich schlucken. Hatte auch Lacey mehr hinter sich, als die Therapeuten vermuteten?
Ich respektierte ihren Wunsch und sah zu, wie sie sich abmühte, sich vom Schemel auf den Rücken Carries zu ziehen. Ganz schöne Willenskraft für so ein Persönchen, klein und nicht besonders sportlich. Aber sie schaffte es, und über ihr Gesicht zog ein winziges Lächeln, das mir das Herz aufgehen ließ.
»Sehr gut, Lacey. Halt mal bitte die Longe, ich bringe den Schemel schnell an die Seite, damit Carrie nicht drüberstolpert.«
Aus dem Augenwinkel sah ich, dass sie die Longe umklammerte und mit der anderen Hand Carrie streichelte. Bewegten sich tatsächlich ihre Lippen?
Wir arbeiteten eine halbe Stunde hauptsächlich in Schritt und Trab, und Lacey befolgte etwa sechzig Prozent meiner Anweisungen. Für sie vermutlich viel, für meinen kurzen Geduldsfaden etwas wenig. Aber ich riss mich am Riemen.
Lacey interessierte mich nicht so sehr, wie es sich für das gefühlvolle Mädchen, das Raine in mir sah, gehören würde. Doch es war schön, zu sehen, dass sie offensichtlich Zuneigung zu Carrie empfand. Ich bat sie abzusteigen und drückte ihr die Longe in die Hand. Dann wandte ich mich mit der Longierpeitsche in Richtung Stall.
»Ich mach das Tor auf, Lacey. Komm bitte mit Carrie nach.«
Damit ließ ich sie stehen. Mal schauen, wie lange sie brauchte, um hinterherzutrödeln.

Ich hatte inzwischen unseren Putzplatz gekehrt und Carrie ein bisschen Müslifutter in ihren Futtertrog gestreut. Immer wenn ich vorsichtig um die Ecke gespäht hatte, war sie dagestanden und hatte mit Carrie geredet, während ihre Hand sich über den weichen Winterpelz bewegte.
Ich stand an Ebonys Box und sprach mit der jungen Stute, die ich vorwiegend ritt. Das war ein Pferd! Schwarz wie die Nacht, wunderhübsche Figur und ein tolles Temperament. Wir hatten so unsere Diskussionen, aber meist gewann ich. Nicht immer, was mir manchmal einigen Hohn in der Liv einbrachte. Egal, wir beide hatten Spaß.
Da hörte ich die Hufgeräusche im Boxengang: Lacey führte Carrie bis in die Box. Gierig begann die Stute zu fressen und Lacey sah mich etwas hilflos an.
»Mach die Longe los und gib sie mir. Dann öffnest du die Riemen am Hals und unter dem Maul und ziehst ihr die Trense vorne über den Kopf.«
Ich wartete einen Moment, endlich hielt sie mir die Longe hin. Während sie mit zitternden Fingern an den Riemen bastelte, nahm ich Carrie den Gurt ab. Nun war auch Lacey mit der Trense fertig, und ich räumte alles auf. Als ich zurückkehrte, rieb das Mädchen die Stute mit etwas Stroh ab.
»Sie hat nicht schlimm geschwitzt. Wir legen ihr trotzdem die Abschwitzdecke ein wenig über. Ethan oder Ben nehmen sie nachher ab.«
Keine Reaktion, nur die Hand mit dem Stroh sank herab.
Die Decke lag nun auf dem Rücken und ich begab mich aus der Box.
»Machst du den Gurt zu, Lacey? Damit die Decke besser hält. Falls sie runterrutscht, könnte sich Carrie darin verfangen.«
Aha, wenn es um Carries Gesundheit ging, wurde sie fix. War ich nicht gerissen?
Wir verließen schweigend den Stall und traten wieder ins Haupthaus. Dank zu erwarten, dass ich mir Zeit für sie genommen hatte, war sinnlos, und ich sah ihr kopfschüttelnd nach. Andererseits hatten Jo und Erin gleichfalls viel Zeit für mich geopfert. So konnte ich wenigstens etwas zurückgeben.
Mir fiel das erste Mal auf, dass es mich störte, wenn zuviel geschwiegen wurde. Wann hatte sich das geändert? Auch ich hatte Menschen eine Zeitlang nur schwer ertragen und ihr Interesse an mir hatte mir Angst eingejagt.

Weitere Infos zu »Savannah - Zauber des Spiels«

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Letzte Änderung am Dienstag, 15 Mai 2018 07:28