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Romantikthriller

Romantikthriller (6)

Mittwoch, 15 Oktober 2014 00:00

Jolene - Zauber des Westens

geschrieben von

Romantikthriller

Starke Gefühle, spannende Wendungen und schlagfertige Dialoge in der wildromantischen Bergwelt Colorados

Beschreibung

Jolene, RomantikthrillerDie lebensfrohe Jolene McNally betreibt eine Ferienranch in Colorado, unterstützt tatkräftig ihre alleinerziehende Freundin Erin und deren kleinen, schwerkranken Sohn und hat auch für die Gruppe Jugendlicher, die bei ihr eine Reittherapie  absolvieren, ein offenes Ohr.

Die schmerzhafte Zurückweisung durch ihren Exfreund Raine Dawson, den harten, schweigsamen Deputy Chief of Police, hat sie jedoch nie verwunden. Raine lässt ihre Knie immer noch weich werden und ihr Herz schneller schlagen.
Als der Privatdetektiv, den Jolene mit der Suche nach ihrer vor vielen Jahren verschwundenen Mutter beauftragt hat, ermordet aufgefunden wird, wird sie zur Zielscheibe des Mörders und ist auf Raines Hilfe angewiesen, der langsam begreift, was er aufgegeben hat. Was aber hindert ihn daran, sich zu Jolene zu bekennen? Raine gibt sein dunkles Geheimnis nicht preis, selbst als der attraktive Arzt Riley Summers sich um die hübsche Rancherin bemüht.

"Jolene" ist der Auftakt zur Reihe über die Dawson-Geschwister und ihre Freunde, deren Bücher unabhängig voneinander gelesen werden könnten, verspürte man nicht Lust darauf, die Geschichten der anderen Hauptpersonen zu erfahren. Die Stories im Stil von Nora Roberts sind in der Nähe von Boulder, Colorado angesiedelt.

 

Inhaltsverzeichnis

  1. Vorwort
  2. Die Double-J-Ranch
  3. Anschleichen
  4. Ranch- und Polizei-Alltag
  5. Vergangenheit und Gegenwart
  6. Dunkle Wolken
  7. Hinterhalt
  8. Abschied für immer
  9. Stolpersteine und Schlimmeres
  10. Wunden durch Liebe
  11. Ausbruch
  12. Nie gesagte Worte
  13. Weitere Bücher der Autorin

Leseprobe

A

m nächsten Morgen verschob ich meine Termine mit den vier Jugendlichen und fuhr nach Boulder zur Polizeiwache.

Ein bisschen gefreut hatte ich mich allerdings schon über das enttäuschte Aufblitzen in den Augen von Chris und Savannah; zeigte es mir doch, dass entweder ich oder meine Pferde einen Zugang zu den beiden gefunden hatten.
Auf der Wache musste ich einen Moment auf Raine warten, was mir natürlich neugierige Blicke eintrug, aber es dauerte nicht lange, bis sich Gesellschaft einfand.
Ich war mitten in einem amüsanten Gespräch mit einer der Detectives, Lana Russell, und dem Personalchef Travis McKenna, die ich beide schon einige Zeit kenne, als Raine endlich auftauchte.
Travis war einige Jahrgänge in der Schule über mir gewesen und einen über Raine. Lana war erst vor etwa acht Jahren nach Boulder gezogen und hatte sich voll integriert.
Wir nennen einen relativ friedlichen Ort unser Zuhause, ab und zu ein Diebstahl, Vandalismus oder eine Prügelei und leider gelegentliche sexuelle Übergriffe.
Mord ist eine Seltenheit, daher arbeiten unsere Detectives auch mit denen der näher gelegenen Orte zusammen, wenn einmal etwas passiert.
Ich war also nicht überrascht, als mich Raine nach einem kurzen Kuss vor allen Kollegen, was mit lauten Pfiffen und Rufen quittiert wurde, informierte, dass Lana auf dem Weg nach Broomfield mit von der Partie ist.
Als wir den Raum verließen, fiel mein Blick auf einen Officer, den ich noch nie zuvor gesehen hatte. Er saß an einem Schreibtisch gegenüber von Jake Lamont, der in der Highway Patrol seinen Dienst versieht.
Der Neue war noch sehr jung, maximal fünfundzwanzig, besaß kurzes dunkelbraunes Haar und schmale braune Augen, die mich zu fixieren schienen. Ich lächelte ihn kurz höflich an, aber er starrte ohne ein Lächeln zurück. Nun zog ich mahnend die rechte Augenbraue hoch und er wurde rot.
Na also! Bist doch nicht so tough, wie du meinst, Kleiner!, dachte ich befriedigt und schlenderte hinter Lana und Raine her.
Draußen fragte ich neugierig:
»Wer ist der Frischling mit dem unhöflichen Starren?«
Lana gluckste, aber Raine sah mich verwundert an.
Die stämmige Polizistin mit den blitzenden braunen Augen und dem langen blonden Zopf kicherte:
»Ja, er war nicht sehr höflich, hat mich auch gewundert. Vielleicht hat er böse Dinge von dir gehört, Jolene?«
Ich sah sie verwundert an.
»Was hab ich denn getan?«
»Du existiert einfach in der Welt einer Apothekersgattin, mit der der junge Ryan Walker jeden Morgen einen kleinen Flirt hält, wenn er seinen Kaffee im Wendys Coffeedreams trinkt und sie das Frühstück für sich und Frank dort abholt.«
Raine sah sie stirnrunzelnd an, dann fragte er mich:
»Wie hat er sich denn verhalten, Jo?«
Ich winkte ab, denn nach Lanas Erläuterung war für mich alles klar.
»Er hat mich angestarrt, ich habe ihn trotz seines Starrens angelächelt und er hat es nicht erwidert, sondern weiter gestarrt. Nichts Dramatisches, Raine, einfach nur unhöflich.«
Dem Blick meines Freundes, hach nein, meines – ja was eigentlich? – Geliebten (nein, zu früh), Lebensabschnittsgefährten oder Verlobten (hmm, auch nicht) – egal, also dem Blick meines Freundes nach, hätte das für den jungen Officer noch ein Nachspiel und der kleine misstrauische Teufel in mir fragte, ob Ryans Unhöflichkeit oder sein Flirt mit Ruth der Grund sein würden.
Lana setzte sich in den Fond und Raine hielt mir höflich die Beifahrertür auf und blickte mich an.
Ich war dumm, so misstrauisch zu sein, denn seine Augen strahlten in einem phänomenalen Meerblau und drückten seine Gefühle für mich deutlich aus.
Bevor ich mich setzte, schlang ich ihm einen Arm um den Hals und küsste ihn ausführlich, während seine Hand die Tür losließ und sich um meine Taille legte.
Eine Hand klopfte auf das Wagendach und Lana rief amüsiert:
»Leute, wir stehen vor dem Polizeirevier, das Büro der Frontrage News ist gegenüber und alle sind an euch interessiert.«
Raine lachte und schob mich in den Wagen, während ich mit leicht rotem Kopf umhersah.
Lana hatte übertrieben, aber nicht gelogen.
Aus dem Fenster der Zeitung war zwar niemand zu sehen, aber an der Scheibe des Police Departements klebten einige grinsende Gesichter.
Ich musste lachen und winkte ihnen, während Raine kopfschüttelnd, aber offensichtlich gut gelaunt mit dem Wagen auf die Straße ausscherte.
Wir plauderten eine Weile, während wir über den Highway auf Broomfield zufuhren, dann seufzte Raine und wir erkannten sogleich warum.
Vor uns gab es Bauarbeiten der ausgedehnten Art und wir wurden vom direkten Highway 36 über den 93er und dann den 170er umgeleitet, was uns vermutlich eine schlappe Stunde kosten würde.
Raine kurbelte das Fenster runter, aber der Vorarbeiter konnte ihm hier im Moment auch nicht helfen. Der Mann schob sich seinen Helm etwas aus der schweißüberströmten Stirn und gab an, dass es maximal bis Mittag dauern würde und wir auf dem Rückweg die Straße ziemlich sicher wieder benutzen könnten.
Also nahmen wir es so hin, denn auch der Umweg war gut ausgebaut, leider trotzdem ein Zeitverlust.
Mein Blick fiel durch sich drehende Windräder hindurch auf die riesige Ebene unter uns, die sich bis Denver erstreckte. Auf der anderen Seite begann das Hügelland, das allmählich in die Gebirgsregion der Rockies überging.
Etwa fünf Meilen entfernt sah ich zwischen zwei Tälern eine Hütte an einem Steilhang aufblitzen, dessen westliche Seite von einem Waldstück begrenzt wird. Irgendetwas kam mir daran bekannt vor, aber ich konnte den Finger nicht drauflegen, was es ist, also schwieg ich.
In Broomfield wurden wir ins Büro von Detective Keene Winford geführt, der uns bat, Platz zu nehmen und uns netterweise erst einmal mit Kaffee versorgte, während wir uns für unsere Verspätung entschuldigten.
Ich hielt mich im Hintergrund, während Winford die Untersuchungsergebnisse an die beiden Boulder Cops weitergab, die sich Notizen machten.
Dann wandte er sich an mich und ich versteifte mich etwas.
Raine fiel dies sofort auf und er drückte meine Hand und ließ sie nicht los. Winford ignorierte unsere Vertrautheit und begann seine Befragung.
»Miss McNally, Sie haben angegeben, dass Sie Mr. Lennox beauftragt haben. Bitte erklären Sie mir, was der Inhalt des Auftrages war.«
Ich atmete tief ein und versuchte meine Worte möglichst emotionslos zu wählen.
»Meine Mutter verschwand, als ich acht Jahre alt war und mit ihr ein Koffer. Es wurde ermittelt, aber sie war nicht auffindbar und so wurde ihre Fallakte geschlossen, mit dem Hinweis, dass sie einfach verschwinden wollte.
Ich habe das nie geglaubt, denn sie hat viel zu viel auf sich genommen, um mich zu schützen und mit mir nach Boulder zu ziehen. Sie hatte sich dort ein komplett neues Leben aufgebaut, in dem sie sich, nicht nur meiner Meinung nach, sehr wohl fühlte. Ich habe Lennox beauftragt nach ihr zu suchen.«
Winford warf die gleichen Argumente ein, die viele andere vor ihm auch schon bemüht hatten.
»Sie waren ein Kind von acht Jahren. Da hätten Sie vermutlich nicht mitbekommen, wenn ihre Mutter einen neuen Freund gehabt hätte oder es ihr einfach zu viel geworden wäre, allein ein Kind großzuziehen.«
Ich wurde nicht einmal mehr wütend, sondern antwortete nur resigniert:
»Deshalb meine Bemerkung eben: nicht nur meiner Meinung nach. Dies wurde mir von vielen, damaligen Erwachsenen, genauso bestätigt.«
Raine warf mit dunkler Stimme dazwischen:
»Mein Vater hat damals an dem Fall mitgearbeitet. Meine Eltern waren eng mit Madelynn McNally befreundet und sie haben auch nie an ein freiwilliges Verschwinden geglaubt. Die Bindung zwischen ihr und Jolene war außergewöhnlich eng, außerdem verband sie die Angst vor dem Ehemann und Vater.
Stuart McNally war damals gerade festgenommen worden, konnte es also nicht selbst gewesen sein. Auch jetzt sitzt er gerade wieder in Chicago ein.
Als er einmal unter Alkoholeinfluss vernommen wurde, gestand er den Mord an seiner Frau, aber er wusste keine Einzelheiten und man war sich sicher, dass er es nur aus Genugtuung und Hass gestanden hatte, aber in Wirklichkeit nichts damit zu tun hatte. Als er wieder nüchtern war, konnte er sich auch an gar nichts mehr erinnern.«
Ich sah ihn ungläubig an.
Dies hatte er mir gestern nicht ganz so erzählt und nun regte sich doch langsam etwas Zorn in mir.
Raine sah mich beschwörend an, jetzt nicht die Nerven zu verlieren.
Also versuchte ich, mich wieder zu konzentrieren und fuhr fort:
»Vor zwei Jahren fand ich den Fotoapparat meiner Mutter wieder, der ihr sehr viel bedeutete. Er war mit einem eingeschweißten Film in einer extra Filmdose ganz hinten in einer Schublade versteckt gewesen. Das Ganze steckte in einer kleinen Isoliertasche, die Fotografen auf ihren Reisen dabei haben, um die Filme länger konservieren zu können. Darum hatte ich die Hoffnung, dass er sich vielleicht gehalten hatte.
Ich ließ den Film in einem Spezialgeschäft entwickeln, die Qualität ist nicht besonders, aber man kann etwas erkennen.«
Ich holte den Umschlag aus meiner Tasche und packte die Fotos aus. Winford breitete sie auf dem Tisch aus und betrachtete eines nach dem anderen lange, während ich ihn verstohlen musterte.
Der Detective war etwa Mitte vierzig und sehr hager.
Eine monumentale, schmale Nase ragte aus seinem Gesicht und die Ohren war auch nicht gerade klein, aber er hatte das gewisse Etwas in seinen Gesichtszügen, das ihn gefährlich und attraktiv zugleich wirken ließ. Er war glattrasiert und das dunkelblonde, kurz geschnittene Haar wurde an den Schläfen schon etwas lichter.
Seine Kleidung war sehr akkurat, ohne jeden Hinweis auf modische Vorlieben, was mich hoffen ließ, dass er genau, aber nicht pingelig bei der Arbeit war.
Auf den Fotos konnte man ganz deutlich Mr. Carstairs erkennen, der neben einer Blockhütte mit einer Schaufel in der Erde grub.
Ich zuckte zusammen und rutschte etwas näher. Konnte es sein, dass der Umweg heute ein Glücksfall gewesen war?
Mit einem leichten Beben in der Stimme zeigte ich auf das Foto.
»Raine, diese Hütte, ich glaube, ich habe sie heute auf der Herfahrt, gleich nachdem wir auf die 170 gefahren sind, gesehen. Kann das sein?«
Winford sah mich rasch ungläubig an, dann lehnte er sich zurück, drehte seinen Stuhl mit einer raschen Bewegung von mir weg.
Sein Bildschirm leuchtete auf und er verschob ihn so, dass ich nichts erkennen konnte.
Ich runzelte irritiert die Stirn.
Man konnte ja auch übertreiben mit seinem Sicherheitswahn. Oder mochte er mich einfach nicht, weil ich seine Arbeit erschwerte?
Raine und Lana grinsten mich an, als sie meinen Ärger sahen und Lana stichelte freundschaftlich.
»Du bist eben nur Ranchpersonal, Jo. Deswegen darfst du nicht hinschauen.«
Winfords Kopf ruckte hoch und er sah mich prüfend an. Ich konnte nicht verhindern, dass meine Augen böse funkelten, was auch ihm ein Lächeln auf die Lippen zauberte.
Schön, dass ich diese Cops alle amüsieren konnte!
Er tippte auf der Tastatur etwas vor sich hin, dann schnaufte er laut auf.
»Da haben wir es schon: Carstairs besitzt wirklich eine Hütte dort in der Nähe.
Sie haben vermutlich Recht, Miss McNally.«
Ich richtete mich triumphierend auf, aber die Ernüchterung folgte sogleich.
»Aber das bedeutet nur, dass Ihre Mutter Carstairs beim Graben, das normalerweise auf eigenem Grund und Boden legal ist, fotografiert hat.«
Ich schoss nun im Stuhl hoch.
»Und warum hätte sie das tun sollen? Weil Carstais so interessant ist?«
»Ist er das?«, kam es amüsiert zurück.
Raine schaltete sich wieder beruhigend ein, vermutlich roch er die Rauchschwaden schon, die sich gerade in meinem Kopf bildeten und sich ihren Weg nach draußen gleich durch meine Ohren suchen würden.
Geduld ist, außer im Umgang mit Kindern und Tieren, wirklich nicht meine Stärke.
»Ein Interesse von Mrs. McNally an dem Mann können wir mit Sicherheit ausschließen, er ist mein Nachbar. Das hätten wir mitbekommen, außerdem ist Henry Carstairs wirklich weder attraktiv noch sympathisch, Detective.«
»Die Geschmäcker sind verschieden«, war die unbeein-druckte Antwort und nun zog es mich aus meinem Stuhl. Ich riss meine Hand aus Raines, stützte mich mit beiden Händen auf den Tisch zwischen uns und zischte:
»Was wollen Sie eigentlich von mir, Detective? Ich habe Ihre Fragen beantwortet und Sie ziehen meine Mutter und ihr Verschwinden ins Lächerliche.
Ich will jetzt wissen, was für Ergebnisse Sie bei Lennox ge-funden haben und ob die mir helfen, meine Mutter wieder zu finden. Ich habe dem Mann schließlich dafür ein Heidengeld gezahlt!«
Nun kam auch Winford aus dem Stuhl und stützte sich mir gegenüber auf.
Zwischen unseren Gesichtern war nicht mehr allzu viel Raum, als wir uns wütend angifteten.
Lana versuchte erschrocken zu vermitteln, während Raines Hand sich auf meine Schulter legte, um mich zurück in den Stuhl zu ziehen. Aber das alles hatte eher den gegenteiligen Effekt und spornte meine Wut noch an.
Aber auch der Detective war stocksauer und seine Stimme gut zu vernehmen.
»So reden Sie nicht mit mir, Miss McNally. Setzen Sie sich, denn ich ermittle so, wie ich es für richtig halte.«
Seine Stimme wurde immer lauter, aber schreien kann ich genauso gut, auch wenn meine Tonlage sicher nicht so beeindruckend ist.
»Ermitteln ist für mich etwas anderes, Detective! Meine Mutter fotografiert doch nicht heimlich jemanden legal beim Graben, weil ihr so langweilig ist. Da ist etwas faul und ich will, dass es jemand untersucht. Mein Privatdetektiv ist doch auch nicht grundlos ermordet worden, oder?«
Die Adern an Winfords Schläfen schwollen an, als er noch lauter antwortete:
»Die Ermittlungsergebnisse werden dann veröffentlicht, wenn ich es für richtig halte. Man hat keine Fotos bei ihm gefunden, vielleicht hat das Ganze mit Ihnen überhaupt nichts zu tun.«
Ich erstarrte und nahm dieselbe Spannung auch an Raines Körper wahr, der nachhakte:
»Keine Fotos bei Lennox? Das wäre aber eher ein Hinweis, dass sein Tod etwas mit dem Verschwinden von Jolenes Mutter zu tun hat.«
»Wir haben nur Miss McNallys Aussage, dass er von ihr Fotos bekommen hat.«
Das schlug dem Fass den Boden aus und ich war kurz vor einem Urschrei à la Tarzan, als das Telefon auf dem Tisch läutete. Winford riss den Hörer hoch und hielt ihn ans Ohr.
»Was? Wieso? Wo ist sie?«, fragte er zunehmend leiser werdend und wandte seinen Kopf zur Glasscheibe, die den Blick zum und vom Großraumbüro ermöglichte.
Auf der anderen Seite der Scheibe stand neben einem Polizisten, der einen Telefonhörer in der Hand hielt, eine hübsche dunkelhaarige Frau und winkte herüber.
Erstaunt sah ich, wie Winfords Gesicht leicht rot wurde und er verlegen zurückwinkte.
Dann legte er auf und sah mich mühsam grinsend an.
»Das ist meine Frau, mit der ich zum Mittagessen verabredet bin und die uns beiden ausrichten lässt, dass wir durch die Scheibe einen leicht lächerlichen Eindruck machen.«
Ich blickte sprachlos zurück zu der verschmitzt lächelnden Dame, dann wieder zu Winford, dessen Grinsen nun echt war, und spürte, wie sich auch meine Lippen unwillkürlich verzogen.

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Umfangreiche Leseprobe aus der Taschenbuchversion:
Leseprobe "Jolene"

  • Mehr als 25% der Taschenbuchversion
  • 78 Seiten
  • PDF, Größe 1,1 MB

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Rezensionen

Beeindruckend: War mein erster Roman von der Autorin und nicht der letzte. Die Autorin hat ein beeindruckender Roman geschrieben. Sie hat sich an ein sehr ernstes Thema heran gewagt und super rüber gebracht, großes Kompliment. Raine ein Cop mit einer sehr traurigen Vergangenheit und eine Ex-Frau die nicht normal ist. Die Ex-Frau macht Raine immer noch das Leben schwer. Jolene eine Frau die weiß was sie möchte, Raine, ihre Ranch, und ihre Jugendliche. Die Verwicklungen um Jolene und Raine sich dramatisch und traurig. Trotz allem finden die Beiden ihren Weg, dieser Weg ist beeindruckend von der Autorin geschrieben. Dieser Roman hat mich sehr gefesselt und konnte nicht aufhören zu lesen. In diesem Roman gibt es alles Liebe, Spannung, Herzschmerz und sehr viel Gefühl. Was mir sehr besonders gefallen hat, waren die Freunde und die Familie von den Beiden, man dachte man kennt sie alle. Klare Leseempfehlung von mir:-)

Spitze: Ein ganz toller Roman mit einem sehr interessanten und erst zunehmenden Thema!
Sehr symphatische Protagonisten, die man vom ersten Kapitel an gern hat und einen in die Geschichte eintauchen läßt.
Ich freu mich schon auf weitere Geschichte der Dawsons und hoffe nicht allzu lang warten zu müssen.

Verzaubert: Ich bin von diesem tollen Roman noch ganz verzaubert. Die Figuren sind wunderbar beschrieben, die ganze Stimmung hält einen atemlos in ihrem Bann. Es ist kein typischer kitschiger Liebesroman, es werden auch ernste Themen angesprochen und die Spannung hält einen bis zum Schluss gefangen.

Fesselnde Geschichte: Ich habe das Buch innerhalb von zwei Tagen ausgelesen. Die Geschichte hat mich einfach gefesselt, ich kann jedem da Buch empfehlen, egal ob Pferdekenner oder nicht.

Sehr gut geschrieben: Dies ist das 2.Buch der Autorin, das ich über KU erworben habe. Ich bin unglaublich beeindruckt, wie viel Tiefe diese Geschichte hat. Gleich mehrere Problemthemen, die so perfekt in den Kontext eingefügt sind, dass ich sie nicht als störend empfunden habe. Der Roman wirkt auch nicht überladen durch diese Themen. Manchmal hat man als Leser bei anderen Büchern das Gefühl, es wird einfach zu viel, so viel gehäuftes, negatives Schicksal geht nicht. Normalerweise lese ich ungern Romane, in denen z.B. eine schwere Krankheit (Teddy, das Kind von Erin) dazugehört. Aber hier passt das alles zusammen und keinen Augenblick kam mir eine Szene kitschig vor.
Jolene hat schon früh ihre Mutter verloren, trotzdem hat sie ihr Leben gut im Griff und alles wäre perfekt, wenn Raine sich nicht so zugeknöpft verhalten würde. Angeblich liebt er sie und geht trotzdem auf Distanz. Jolene leidet. Beide Protagonisten sind mir auf Anhieb sympathisch gewesen. Jolene hat es sich zur Aufgabe gemacht, auf der Ranch schwierigen Jugendlichen eine Aufgabe und viel liebevolle Unterstützung zu geben, sodass ihr bald alle vertrauen und sich positiv verändern.
Parallel zu der Liebesgeschichte von Jolene und Raine entsteht die Spannung des Buches auch durch das ungeklärte Verschwinden von J. Mutter. Der damals 8jährigen wurde erzählt, die Mutter habe sie verlassen, wovon J. nicht überzeugt ist. Sie forscht auf eigene Faust und Raine, der gleichzeitig Cop ist, hilft ihr dabei. Das wird nicht von jedem gern gesehen...
An dem Schreibstil von Katie S.Farell gibt es überhaupt nichts auszusetzen, deshalb kann ich die zwei negativen Rezis nicht verstehen. Die Story als oberflächlich zu bezeichnen, ist schon gewagt und Detailverliebtheit wäre wohl fehl am Platz bezüglich der Themen. Das Buch und die Autorin kann ich nur empfehlen, fünf Sterne sind mehr als verdient.

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Erhältlich als E-Book:

ebookversion Jolene
Format: Kindle Edition
Dateigröße: 638 KB
ASIN: B00STWXUPS

Erhältlich als Taschenbuch:

Taschenbuchversion

374 Seiten, Paperback
Verlag: Eyedoo Publishing
Verlagsnummer: 946201
ISBN: 978-3-946201-00-7
www.eyedoo.biz

 
Dienstag, 29 Dezember 2015 11:35

Erin - Zauber der Insel

geschrieben von

Romantikthriller

Ein spannender und berührender Liebesroman im sanften Licht der grünen Insel.

Beschreibung

Erin, RomantikthrillerVieles macht der zierlichen Schönheit Dr. Erin Westbrook das Leben schwer, aber ihr Herz kämpft sich frei von allem Ballast und beginnt endlich wieder für einen Mann zu schlagen: Josh Sinclair, Erbe eines Guts im weit entfernten Irland, scheint der Partner fürs Leben zu sein, käme er nicht aus einer komplett anderen Welt. Als er in Irland unter Mordverdacht steht, eilt Erin an seine Seite, was Josh die Entscheidung zwischen Erin und seiner Heimat nicht gerade erleichtert.

„Erin“ ist der zweite Band aus der Reihe über die Dawson-Geschwister und ihre Freunde, deren Bücher unabhängig voneinander gelesen werden könnten, verspürte man nicht Lust darauf, die Geschichten der anderen Hauptpersonen zu erfahren. Die Stories im Stil von Nora Roberts und Catherine Gaskin sind in der Nähe von Boulder, Colorado und in diesem Band zum großen Teil in Irland angesiedelt.

 

Inhaltsverzeichnis

  1. Vorwort
    2. Mit neuem Schwung
    3. Schatten der Vergangenheit
    4. Irische Verwicklungen
    5. Heftige Gefühle
    6. Feenland
    7. Abgründe
    8. Vermisst
    9. Schlummernde Wildheit
    10. Colorado
    11. Anmerkung zu spezifischen Inhalten
    12. Weitere Bücher der Autorin

Leseprobe

Meine Arme legten sich wie von selbst um seinen Hals und ich tat mein Bestes, das Aufstehen hinauszuzögern und ihn von dem Kommenden abzulenken. Wir vernahmen den Wecker, trotz dem wir in andere, wunderschöne Dinge vertieft waren, aber schließlich half alles nichts. Wir duschten bereits ein wenig in Eile und mit großem Bedauern. Josh schlang das große, flauschige Badehandtuch um meinen Körper und befestigte es mit seinen Armen.
»Das läuft aber morgen anders, Liebling. Macht es dir etwas aus, wenn ich schon vorgehe? Ich glaube, ich habe den Wagen meiner Mutter gehört. Wir haben aber noch Zeit für ein ruhiges Frühstück, also hetz dich nicht, in Ordnung?«
Er nahm mein Gesicht in seine Hände und küsste mich voller Verlangen, aber ich schob ihn sanft von mir weg. »Josh, du musst gehen. Deine Mutter wartet und du solltest nicht so … erhitzt aussehen, oder?«
Er lachte und nickte. Bevor sich die Tür hinter ihm schloss, warf er mir noch eine Kusshand zu.
Ich beeilte mich dennoch, denn ich wollte keinesfalls, dass seine Mutter schon bei der ersten Begegnung auf mich warten musste. Mein Zimmer schloss direkt an der anderen Seite des Bads an – wie geschickt – so dass ich direkt nach dem Duschen und ein wenig Auflegen von Mascara und Lippenstift hinübergehen konnte. Mein dunkles Kostüm lag bereit und ich schlüpfte rasch hinein, dann hängte ich mir meine Tasche um und starrte kurz im Vorbeigehen noch gedankenvoll in den kleinen geschwungen Spiegel aus alten Zeiten. War ich zu blass? Aber übermäßiger Gebrauch von Schminke ist nicht mein Ding und für den Anlass wäre es sicherlich nicht passend. Ich ignorierte meine Nervosität – ich würde seine Mutter treffen, na und?, dann verließ ich mein Zimmer mit dem immer noch perfekt gemachten Bett – sollte ich es präparieren, als wäre es benutzt worden? Nein, Verstellung liegt mir nicht, jeder kann wissen, dass wir uns lieben.
Die schrille, unbekannte Stimme konnte ich bereits im Stockwerk über dem Esszimmer hören und ich zwang mich weiterzugehen, anstatt umzudrehen, was mir momentan sehr sympathisch erschien. Ich atmete tief ein, als ich den Raum betrat. Josh stand an einem schmalen Tisch an der Wand, auf welchem ein kleines Buffet mit Scones, Konfitüre, Obst und Porridge angerichtet war, und schenkte sich einen Kaffee ein. Eine Frau saß bereits vor einer dampfenden Tasse am Tisch und redete mit dieser unsympathischen Stimme auf ihn ein.
»Du wirst O’Donnell noch vor der Eröffnung sagen, dass wir ihm einen anderen Anwalt auf den Hals hetzen, wenn er das Falsche sagt. Hörst du, Josh? Wir lassen uns nicht abspeisen.«
Seine Stimme war ruhig und gelassen, als er ihr antwortete: »Mum, wir warten ab, was Dads Wille ist. Und den respektieren wir. Du hast dein Auskommen und ich komme auch zurecht.«
»Du denkst nur so lasch darüber, weil du dir von dieser Amerikanerin den Kopf verdrehen lässt. Josh, man gibt sein Erbe nicht auf wegen einer Liaison.«
Ich räusperte mich und ihr Kopf fuhr herum. Eigentlich hatte ich mit Verlegenheit gerechnet, aber sie war aus weitaus härterem Holz geschnitzt. Ihre hellblauen, schmalen Augen musterten mich von oben bis unten, verrieten aber keine Meinung. Maryam Sinclair besaß ein schmales Köpfchen mit hohen Wangenknochen. Ihre perfekte Figur wurde von einem hellgrauen Seidenkostüm umhüllt, das sicher nicht wenig gekostet hatte. Das rotblonde Haar lag in akkuraten Wellen um das für ihr Alter beinahe faltenfreie, schmale Gesicht. Sie war immer noch eine Schönheit, nur die Berechnung, die aus ihren Augen hervorstach, schwächte ihre hoheitsvolle Wirkung ab.
Josh stand mit einem Mal neben mir und nahm meine Hand.
»Mum, darf ich dir Dr. Erin Westbrook vorstellen? Erin, das ist meine Mutter Maryam Sinclair.«
Sie nickte von oben herab und ich spürte Joshs Verärgerung über ihr kaltes, unhöfliches Benehmen. Schnell sagte ich, um die Situation zu entschärfen: »Ich freue mich, Sie kennenzulernen, Mrs. Sinclair. Ich bedauere, dass es unter diesen Umständen stattfindet und möchte Ihnen noch mein Beileid ausdrücken.« Mir war natürlich klar, dass diese Frau nicht unter dem Mord an ihrem Ex-Mann litt, aber auch ich kann manchmal nicht anders als zu provozieren. Sie schaffte es, abfällige Worte zu unterdrücken und erwiderte nach einem hörbaren Schlucken kühl: »Das ist sehr freundlich von Ihnen, vielen Dank.«
Josh legte mir die Hand auf den Rücken und schob mich sanft in Richtung Buffet.
»Einen Tee, Erin? Oder heute lieber Kaffee?« Sein schelmisches Grinsen in Anwesenheit seiner Mutter, das sich auf unsere kurze, leidenschaftliche Nacht bezog, ließ mich mit Mühe mein Grinsen verkneifen. Nun ja, so konnte man seine Mutter natürlich auch ärgern. Ich beschloss, nicht näher darauf einzugehen, erwiderte aber lächelnd: »Ja, heute könnte ich wirklich einen Kaffee brauchen, danke, Josh.«
Es war ein frostiges Frühstück, obwohl draußen bereits eine zarte Herbstsonne einen schönen, relativ warmen Tag ankündigte. Mrs. Sinclair ignorierte mich zunächst, tat sich damit aber hart, weil Josh parallel ein Gespräch mit mir führte. Schließlich gab sie diesen Versuch auf und machte sich daran, mich mit kleinen Spitzen auszufragen. »Was für einen Doktor haben Sie denn erworben, Miss Westbrook, oder war es Mrs.?«
»Ich bin geschieden, Ma’am.«
Dies ging mir nun ganz lässig über die Lippen, denn Ma’am hörte die Lady sicherlich nicht so gerne: Es spiegelt gerne Ehrfurcht wieder, weist aber auch auf ein geschätzt höheres Alter des Gegenübers hin. Sie zuckte auch dementsprechend zusammen, ließ mich aber fortfahren. »Ich bin Doktor der Psychologie und arbeite in meiner eigenen Praxis für Kinder- und Jugendpsychiatrie. Es gibt zwar auch mehr als genug Fälle im Erwachsenenbereich, aber die Kinder können ja zumeist nichts für ihre Probleme oder Psychosen, die oft die Folge eines lieblosen Elternhauses sind.«
Wumm, das hatte auch gesessen. Ich erkannte es daran, dass ihr Blick nun von überheblich zu vorsichtig wechselte. Gut so.
Josh fügte ernst hinzu: »Erin hat endlose Geduld und die nötige Festigkeit mit schwierigen Fällen umzugehen. Das bewundere ich sehr an ihr.«
Wir schafften es beide ernst zu bleiben, aber sie spürte vermutlich, dass diese Bemerkungen auf sie zielten. Energisch stand sie auf und schob ihren Stuhl zurück. Kühl bis eisig war das Timbre ihrer Stimme.
»Wir sollten langsam fahren, Josh. Wenn Miss Westbrook dann auch einmal fertig gegessen hat.«
Ich konnte nicht anders, als zu grinsen, während sie hoheitsvoll aus dem Raum segelte. Josh lachte laut auf und küsste mich auf meinen, mit einem Stück Birne gefüllten Mund. »Sehr elegant, wie du alle Klippen umschiffst, Erin. Es tut mir leid, dass sie so ekelhaft ist.«
»Dafür kannst du nichts, Josh. Aber wenn mich Jo nicht gewarnt hätte, wäre ich wahrscheinlich sprachlos gewesen.«
»Na, das wäre doch zu schade gewesen«, erwiderte er in trockenem Tonfall, woraufhin wir wieder zu kichern begannen.
Mrs. Mahoney betrat den Raum und betrachtete uns zuerst erstaunt, dann deutlich verächtlich. »Sie sollten sich langsam auf den Weg zur Beerdigung Ihres Dads machen, Josh.«
»Anstatt hier zu kichern«, fügte sie allerdings nicht hinzu, was angesichts ihrer Miene auch nicht nötig war. Josh seufzte und ich wischte mir rasch mit der Serviette über die Lippen.
»Lass es uns hinter uns bringen.«
Ich nickte und wir verließen Hand in Hand den Raum.

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Rezensionen

"Durch die bildhafte Sprache der Autorin kann man sich Colorado wie auch Irland vorstellen und die ganzen Szenen laufen fast wie ein Film im Kino an einem vorbei. Einfach wunderbar. Obwohl die Landschaft und vor allem die irische Kultur nicht zu kurz kommen, ist das Buch von der ersten bis zur letzten Seite spannend."

"Liebesgeschichte mit Drama und einem Hauch von Krimi mit sympathischen Charakteren"

"Mir hat der Schreibstil der Autorin gut gefallen, sie schreibt fließend, fesselnd und sie schafft es den Leser für die Geschichte zu begeistern! :) Ich werde definitiv sicherlich weitere Bücher der Autorin lesen und kann das Buch von daher auch nur weiterempfehlen." (Lovelybooks 2016)

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Erhältlich als E-Book:

ebookversion Erin
Format: Kindle Edition
Dateigröße: 674 KB
ASIN: B019NYAYCW

Erhältlich als Taschenbuch:

Taschenbuchversion

434 Seiten, Paperback
Verlag: Eyedoo Publishing
Verlagsnummer: 946201
ISBN: 978-3-946201-02-1
www.eyedoo.biz

 
Samstag, 04 März 2017 18:18

Savannah - Zauber des Spiels

geschrieben von

Romantikthriller

Starke Gefühle einer jungen Frau zwischen zwei Männern und deren Welten

Beschreibung

Savannah, RomantikthrillerLieblose Kindheit, falsche Freunde, dann der Absturz. Nur mühsam kann sich die junge, kämpferische Savannah von ihrer Vergangenheit erholen. Nun wird die motzige Punkröhre erwachsen und strebt nach Selbstständigkeit. Leicht wird ihr das nicht gemacht, Riff Dawson löst mit seinen Flirts bei ihr Herzklopfen aus, aber auch das Gefühl, diesem Mann hoffnungslos unterlegen zu sein. Ein Mord bereitet Riff gewaltige Probleme und verlangt dem Mädchen Unerträgliches ab. Savannah zieht die Reißleine und bricht aus dem liebgewonnenen Umfeld aus, das ihr in den letzten Monaten so viel Sicherheit gab. Ob dies eine kluge Entscheidung war? Eden Carey, der Hotelierssohn aus Denver, bestärkt sie und legt ihr seine Welt zu Füßen. Und so pokert Savannah hoch um ihre Zukunft und die Liebe.

Teil III der Reihe um die Dawson-Geschwister und ihre Freunde, deren Bücher unabhängig voneinander gelesen werden könnten, verspürte man nicht Lust darauf, die Geschichten der anderen Hauptpersonen zu erfahren. Die Stories im Stil von Nora Roberts sind in der Nähe von Boulder, Colorado angesiedelt.

 

Inhaltsverzeichnis

  1. Vorwort
  2. Grausame Erinnerungen
  3. Versprechen und Feste
  4. Tara’s
  5. Flucht nach vorne
  6. Flugversuche
  7. Erschütterungen
  8. Stolperfallen
  9. Irrgarten
  10. Dornige Rosen und ganze Kerle

Leseprobe

Einen Schatz hatte mich vor Jolene nie jemand genannt: Nervensäge, Klotz am Bein, freche Göre waren die üblichen Bezeichnungen durch meine Eltern gewesen.
Sie hatten mich nie körperlich misshandelt, ihre Waffen bestanden aus bösartigen Worten und Gefühlskälte. Ich hatte sie einmal gefragt, warum sie sich ein Kind gewünscht hatten.
Als Antwort erhielt ich ein offenes Statement, verletzend, vernichtend: »Wär uns diese Last bewusst gewesen, hätten wir uns dagegen entschieden.«
Der Herr Rechtsanwalt und seine Frau aus betuchtem Haus, waren am Modell »Meine Frau, mein Kind, mein Haus, mein Porsche« gescheitert. Aus dem einfachen Grund, weil eben das Kind mit Mühen verbunden war und in meinem Fall mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht als Statussymbol verwendet werden konnte.
Ich war 14 Jahre alt und im besten Rebellionsalter. Dabei wurde ich zunächst von meiner Clique unterstützt. Als ich die Grenzen erreichte, an denen die Rebellion durch einen Taschendiebstahl in Kleinkriminalität überging, wurde ich von meinen bisherigen Freunden fallengelassen. Die anderen waren doch einen Tick klüger als ich. Oder sie hatten Eltern, die das Schlimmste verhinderten.
Rory Mason war derjenige, der mich auffing. Drei Jahre älter als ich hatte er einen reichhaltigen Erfahrungsschatz in Bezug auf Diebstahl. Er betörte mich, gaukelte mir Liebe vor, machte mich abhängig von seiner Zuneigung. Eine Abhängigkeit, die einer Drogensucht kaum nachstand. Bis ich alles tat, was er von mir verlangte, um ihn nicht zu verlieren. Fast alles. Und als ich den letzten Schritt verweigerte, der mich von einer Diebin zu einer Nutte hätte werden lassen, folgten Strafe und Ernüchterung so schnell, dass sie mich in meiner ungläubigen Hilflosigkeit überrollten.
Der Traum in der letzten Nacht hatte mir aufgezeigt, warum ich im Unterbewusstsein so misstrauisch auf Riff Dawson reagierte.
Zuvor war mir die physische Ähnlichkeit zwischen den Männern nicht aufgefallen. Bei Tageslicht besehen, besaßen sie beide das etwas längere blonde Haar, das schmale attraktive Gesicht und die blauen Augen. Riff hatte Rory einige Jahre voraus und zeigte einen bei Weitem beeindruckenderen Körper. Beide strahlten selbstsicheren Charme aus, für den nicht nur ich anfällig war. Riff traf man oft mit hübschen Frauen und Rory war im Gerichtssaal, als er seine belastende, verräterische Aussage machte, in Begleitung einer wunderschönen Brünetten erschienen. Er drehte das Messer in meiner Wunde nochmals um. Den Schmerz der Eifersucht hatte ich durch meine Lethargie hindurch gespürt.

Im Maileingang fand ich einige Anfragen für das kommende Buchungsjahr vor, die ich rasch beantwortete. Der Lärm draußen verebbte, Ben war mit dem Schneeräumen fertig. Ein Lieferwagen fuhr in den Hof und parkte direkt vor der Tür. Ich erkannte das Logo der Cateringfirma. Gleich dahinter stellte Raine den SUV ab und stieg gleichzeitig mit seinem Bruder aus dem Wagen. Mir stockte der Atem. Was hatte ich erwartet? Dass Riff nach einer Nacht im Gefängnis abgemagert und verstört war? Er hatte bessere Nerven als ich und den Deputy Chief, plus einer ganzen, in Boulder und Umgebung hoch angesehenen Familie hinter sich.
Ich war allein gewesen. Keiner hatte mich in einer Zelle mit Essen und Decken versorgt. Ich war mit Hunderten anderer Festgenommenen in einer großen Halle gesessen, war im Gerichtssaal vor Scham über meine dumme Leichtgläubigkeit im Boden versunken. Die Peinlichkeit vor einem Raum voller Menschen angeklagt zu werden, die Aufzählung der Untaten, die ich begangen und auch nicht begangen hatte, anhören zu müssen. Als Sahnehäubchen die verlesene Meinungsabgabe meiner Eltern und das daraufhin entstandene Getuschel ertragen zu müssen, das waren die schlimmsten Erfahrungen meines Lebens gewesen. Dachte ich – dann kam das halbe Jahr in der Jugendvollzugsanstalt.
Meine Strafe war nach dieser Zeit noch nicht abgesessen, aber durch das Verhalten meiner Eltern wurden Dr. Summers und sein Team auf mich aufmerksam. Man wählte mich für ein neues Resozialisierungsprojekt aus. Das rettete mir buchstäblich das Leben. Der Gedanke an die entsetzten Mienen meiner Eltern, wenn sie erfuhren, dass sie mir damit tatsächlich geholfen hatten, zauberte mir regelmäßig ein grimmiges Lächeln auf mein Gesicht.
Nein, Riffs Situation hatte nicht viel mit meiner damaligen gemeinsam.
Die Haustür öffnete sich und ich erkannte die dunkle Stimme Raines und die etwas hellere Riffs. Ich konzentrierte mich auf die Mail und versuchte vergebens, das Gespräch auszublenden. Die Männer unterhielten sich mit Merry und den Mädchen und es wurde gelacht.
Es war lächerlich, dass ich hier saß und mich verkroch. Man erwartete von mir sicherlich, dass ich zu ihnen ging und Riff willkommen hieß. Aber ich konnte meinen Widerwillen nicht überwinden. Vielleicht hatte ich Glück und irgendjemand gab Riff etwas zu tun, so dass ich ihn erst zur Trauung im Menschengemenge treffen musste.
»Guten Morgen, Savannah.« Kein Glück.
Ich atmete tief ein und drehte mich gespielt lässig mit dem Bürodrehstuhl um.
Entspannt lehnte er, eine dampfende Tasse in den Händen, an der Tür und beobachtete mich leicht amüsiert. Er trug bereits den Anzug für die Trauung und sah darin wie ein Model aus. Sein längeres Haar, das so gut zu seiner sonst lässigen Kleidung passte, machte sich auch zu dem mitternachtsblauen Zweireiher hervorragend. Er hatte über dem silbergrauen Hemd sogar eine Krawatte in der Farbe des Anzugs umgebunden. Ein Bild von einem Mann.
Ich brachte kein Wort hervor. Verdammt, ich hasse diese Blutleere im Hirn. Eine flapsige Bemerkung oder wenigstens ein »Guten Morgen« wären doch nicht zuviel verlangt. Mein Blick blieb an seinen Augen hängen. Nicht ganz so blau wie sonst zeigten sie eine Müdigkeit, die ich kannte. Sie kam von dem Gefühl des Ausgeliefertseins.
»So schlimm?«, fragte ich mühsam und seine Unbekümmertheit bröckelte kurz. Er zog sich einen Stuhl heran und nahm rittlings direkt vor mir Platz. Seine Stimme klang ungewohnt leise.

»Nicht schön. Aber ich kann mich nicht beschweren. Außer über diese idiotische Tatsache, dass man mich des Mordes an dem Dreckskerl verdächtigt.«
»Irgendwer muss den Kopf immer hinhalten. Du warst eben am nähesten dran.«

Ich hörte mich bitter an und der Ausdruck in seinen Augen änderte sich. Mitleid hasse ich auch.
Er griff nach meiner Hand und ich spürte die Kälte. Kam sie nur von den Temperaturen vor dem Haus oder aus seinem Inneren? Instinktiv strich ich mit den Fingern meiner anderen Hand über seinen Handrücken.
»Savannah, ich habe die ganze Nacht an dich gedacht«, brach es aus ihm hervor. »Die Tatsache, dass du noch Schlimmeres durchmachen musstest, ist mir erst jetzt bewusst geworden.«
Ich schwieg. Was hätte ich sagen sollen? »Es tut mir so leid, dass du niemanden hattest, der sich für dich eingesetzt hat.«
Da war er wieder: Der Schmerz über den Verrat eines Mannes, den ich geliebt hatte, mit jeder Faser meines Herzens. Abrupt entriss ich ihm meine Hand und stand auf. Er drückte sich ebenfalls aus dem Stuhl und sah mich verwirrt an.
»Du musst kein Mitleid mit mir haben. Ich war ja nicht unschuldig. Ich war nur dumm und unreif. Habe einem Mann vertraut. Du dagegen bist unschuldig.«
Seine Hand hob sich an meine Wange und ich schloss die Augen. Ein ängstliches Sehnen erfüllte mich.
»Hättest du Rückhalt bei deinen Eltern gehabt, wäre das nicht passiert.«

Ich öffnete die Augen wieder und sah ihn stirnrunzelnd an.
»Wenn du das glaubst, glaubst du wohl auch an Märchen. Es gibt genügend Jugendliche mit fürsorglichen oder strengen Eltern, die im Knast landen. Ich war eine Idiotin und die Welt hat sich auch ohne mich in Freiheit weitergedreht.«
Diese Worte verstärkten das Mitleid in seinem Gesichtsausdruck weiter und er versuchte, mich an sich zu ziehen. Das Gefühl ersticken zu müssen, wurde übermächtig. Das kannte ich aus meinen ersten Therapiewochen, aber ich hatte es lange nicht mehr gespürt.
Ich musste raus hier, sofort.

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Rezensionen

Wunderbarer Dritter Teil der Serie um die Double-J-Ranch in Colorado. Die Autorin verspricht uns einen Romantic-Thriller. Sie hat nicht zu viel versprochen: Die Verbindung zwischen romantischer Liebesgeschichte und super spannendem Thriller ist ihr meisterhaft gelungen. ... Ein Buch, das man vor lauter Spannung nicht mehr aus der Hand legen kann... Durch den bildhaften Schreibstil ist man sozusagen Gast auf der Double-J und sitzt mit den Protagonisten am Frühstückstisch oder begleitet sie auf ihren Reitausflügen. Bis zum spannenden Schluss, der Lust auf den nächsten Band macht, ist man am Mitfiebern ...

Ich bin nun schon bei Band III der Reihe und werde vermutlich nicht aufhören können. Alle Bände sind sprachlich toll und auch die Handlung ist gut durchdacht. Sie lässt, ohne allzu große Vorhersehbarkeit und übertriebenen Kitsch, nichts zu wünschen übrig. Alle Szenen sind äußerst taktvoll und überlassen Dinge, die nicht ausgesprochen werden müssen der Phantasie des Lesers. Große Klasse

Wer Band drei gelesen hat, bestellt Band vier vor, sobald dies möglich ist und muss auch unbedingt Band eins und zwei noch lesen. Eine einfach perfekte Geschichte.

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Erhältlich als E-Book:

ebookversion Savannah
Format: Kindle Edition
Dateigröße: 625 KB
ASIN: B06XDPC49Y

Erhältlich als Taschenbuch:

Taschenbuchversion

372 Seiten, Taschenbuch
Verlag: EyeDoo Publishing
Verlagsnummer: 946201
ISBN: 978-3-946201-10-6
www.eyedoo.biz

 
Donnerstag, 08 März 2018 11:14

Magnolia - Zauber des Südens

geschrieben von

Romantikthriller

Knisternde Romantik und schlagfertige Dialoge inmitten heimtückischer Machenschaften

Beschreibung

Magnolia, RomantikthrillerIn Teil IV der Reihe »Magnolia« folgt die rassige Dawson-Schwester dem geheimnisvollen Jake in den tiefen Süden der USA. Zwischen den Sümpfen und dem vergangenen Glanz Louisianas gerät Magnolia nicht nur in Gefahr, sondern auch in einen Strudel von Gefühlen. Trotz ihrer Entscheidung für den attraktiven, aber schwierigen Mann liegt vieles nicht mehr in ihrer Hand. Erstmals in ihrem Leben muss sie gegen Zurückweisung und Hass ankämpfen. Und da wäre auch noch die Sache mit den ungeklärten Mordfällen.

Die Geschichten um die Dawson-Geschwister und ihre Freunde können unabhängig voneinander gelesen werden. Die Storys im Stil von Nora Roberts sind meist in der Nähe von Boulder, Colorado angesiedelt.

 

Inhaltsverzeichnis

  1. Vorwort
  2. Stilles Leid
  3. Neuland
  4. Sumpfwelt
  5. Feindesland
  6. Vom Winde verweht
  7. Südstaatencharme
  8. Berührungen
  9. New Orléans
  10. Gefahr im Sumpf
  11. Daheim

Leseprobe

Die Tachonadel schoss in verbotene Höhen, der starke Motor des Wagens brüllte angriffslustig auf und das Quietschen der Reifen zerriss die Stille der Nacht. Jake raste über die verlassenen Straßen, als wären Dämonen hinter ihm her. Er war auf der Flucht und steuerte doch auf das nächste Desaster zu.
Verhängnisvolle Dunkelheit umgab ihn, als er auf der Interstate 149 in Richtung Lafayette fuhr. Alexandria hatte er vor einer Stunde passiert, in weniger als einer halben Stunde wäre er zuhause angelangt.
Zuhause. Er hatte den verhassten Gedanken daran verdrängt. Hatte nicht wieder dorthin zurückwollen: zu den mitleidigen oder verständnislosen Blicken der weiblichen Verwandtschaft, den verächtlichen des Vaters. Zu den wohlmeinenden Ratschlägen wie »Frag mal Jacques Laville, ob er Arbeit für dich hat, Junge!« oder »Du stehst doch noch gut im Saft. Warum hast du aufgehört, für unser Land zu kämpfen?«
Nichts als Probleme lagen vor ihm. Was er allerdings hinter sich ließ, war weit mehr als nur Probleme.

Als er vor wenigen Monaten aus dem Irak zurückgekehrt war, hatte er es nicht lange in Lafayette ausgehalten. Eine knappe Woche nach der ersehnten Heimkehr fühlte er sich von seiner Familie in den Wahnsinn getrieben. Von seinem Ersparten hatte er sich den SUV gekauft und nur eine halbe Stunde später seinen Seesack auf dessen Rückbank geworfen und die Flucht ergriffen.
Gelegenheitsarbeiten als Zimmerer, Waffenverkäufer und zuletzt Rancharbeiter auf der Nachbarranch der Double-J hatten ihn über Wasser gehalten und abgelenkt.

Die beste Ablenkung war jedoch Magnolia gewesen. Eine Frau voller Temperament und Fürsorge, aber mit einem unbeugsamen Rückgrat.
Dunkles, wild gelocktes Haar, üppige Kurven an einem Körper, der Weichheit versprach und zuletzt unerwartete Härte bereitgehalten hatte.
Nola, wie sie von ihrer Familie, Freunden und der Einwohnerschaft von Boulder, Colorado, genannt wurde, hatte Mut, Herz und Verständnis für jeden, der in ihrem Café auftauchte und danach verlangte.
Außer für ihn.
Aber er konnte sich nicht beschweren, denn er hatte mit ihr die heißesten Nächte erlebt, die ihn viele schlimme Erinnerungen vergessen ließen.
Wenn ihn solche gelegentlich in der schwärzesten Zeit um Mitternacht heimgesucht hatten, hatte Nola beruhigend auf ihn eingesprochen. Sie hatte ihn, den harten Ex-Marine-Elitesoldaten, in ihren weichen Armen gehalten und gestreichelt, bis das Zittern wieder nachließ, der Angstschweiß getrocknet war.
Sie hatte ihn verstanden, niemals bedrängt zu erzählen, denn dies hätte ihn erneut in die Gewaltspirale torpediert, aus der er mühsam und schwer verletzt gekrochen war.
Magnolia hatte sich angefühlt wie Zuhause.
Was hatte er falsch gemacht?
Er hatte sie doch nur geneckt. Mit bösen Worten hatte sie zerstört, was in ihm wie eine zarte Blume ihre Blätter entrollt hatte. Als müsse sie sich vor ihm schützen. Vor ihm, der das erste Mal in seinem Leben nach der Rückkehr aus dem Einsatz auf Verständnis gestoßen war und – ja, er gab es sich selbst gegenüber zu – das zweite Mal in seinem Leben überhaupt Liebe empfunden hatte.
Zurückgestoßen und wieder einmal innerlich zerrissen kehrte er zu seiner Familie zurück – wohl wissend, dass sie ihn immer noch nicht verstehen würden. Doch es war an der Zeit, nach seinen Wurzeln zu graben, Jake Tyler neu zu entdecken, ein Leben aufzubauen. Das konnte er nur, indem er lernte, wer er tatsächlich gewesen war. Vor dem Krieg, vor dem Grauen, vor den Albträumen und schlaflosen Nächten.

Magnolia Scarlett Dawson stand am Fenster und starrte in die schlafenden Straßen Boulders. Das »Tara’s« hatte längst geschlossen, das Geschirr stand gespült und getrocknet in den Schränken. Die Tassen warteten auf der Theke auf die Frühstücksgäste und eigentlich sollte sie selbst schon seit Stunden im Bett ihres Appartements liegen.
In dem Bett, das jetzt leer war, seit Jake vor drei Tagen voller Wut davongebraust war.
In Gedanken hörte sie noch einmal die entscheidenden, trennenden Sätze, die sie sich gegenseitig an den Kopf geworfen hatten:
»Für manche Dinge braucht es einen Marine. Da sind Biker einfach nicht mutig genug.«
»Das glaubst nur du, Jake. Meine Brüder sind tapfere Männer. Es braucht nur ganz selten einen Marine, wie z. B. im Krieg.«
Der Vorwurf ihrer Mutter:
»Warum bist du so grob zu ihm? Das hat Jake nicht verdient.«
»Woher willst du das wissen, Mum? Dir klebt er nicht auf der Pelle und macht dauernd Anspielungen. Nicht jede Frau sieht so einen arroganten Kerl als Geschenk Gottes an.«
Da war Jakes Geduldsfaden gerissen.
»Kein Problem, Schätzchen. Ich werde dich nicht länger nerven, bin schon weg.«
Zu Savannah, die ihn beruhigen wollte, hatte er gemeint:
»Womöglich muss ich begreifen, dass sie es tatsächlich so meint. Ich bin kein Idiot. Ich habe nur zu lange gewartet und gehofft. Der richtige Mann für diese Frau muss wohl erst noch vom lieben Gott geformt werden. Streng nach ihren Vorgaben.«
Warum hatte sie so extrem reagiert?
Sie kannte ihn doch, den arroganten Chauvinisten, der in Wirklichkeit ein Mensch war, der litt. Seine Neckereien hatte sie noch nie zuvor ernst genommen, was war diesmal anders gewesen?
Tief in ihrem Inneren ahnte sie es.
Jake Tyler wurde ihr gefährlich. Genauer gesagt: ihrem Herzen, das sie bisher unter flirtendem Temperament und kurzen, unbedeutenden Affären verborgen gehalten hatte.
Nola seufzte und verließ den Ort, den sie mit Liebe und Fleiß aufgebaut hatte. Sie stieg in ihren roten Mini und fuhr für ihre Verhältnisse gemächlich zu dem Appartementhaus, in dem sie seit einem Jahr wohnte.
Sie hatte bis zu ihrem vierundzwanzigsten Lebensjahr ihr Zuhause bei den Eltern gehabt und das Kükendasein ausreichend genossen. Doch ihre Mum Rosie hatte strikte Vorstellungen von Ordnung und Aufstehzeiten und vielem anderen, sodass sie sich vor einem Jahr aufatmend der mütterlichen Fürsorge entzogen hatte.
Sie betrat die kleine Wohnung, stellte ihre Handtasche auf das Tischlein neben der Tür und schlenderte in die Küche.
Sollte sie sich noch etwas kochen? Ein Sandwich zubereiten?
Seufzend gestand sie sich ein, dass sie wieder einmal keinen Appetit hatte.
Eine heiße Dusche, gefolgt von einem Glas Wein und einem guten Buch, würde helfen. Keine Liebesgeschichte, nein, irgendwo lag noch ein vor Wochen begonnener Thriller, der ihr die Erinnerung an Jake austreiben würde.
Im Bad fiel ihr müder Blick auf die Ablagefläche vor dem Spiegel. Sie hatte ihr Make-up-Arsenal wieder ausgebreitet, damit das Loch, das durch das Fehlen von Jakes Rasierer und Aftershave gerissen worden war, nicht mehr auffiel. Doch das Unterbewusstsein ließ sich nicht so leicht austricksen. Sie sah den muskulösen Rücken des Mannes vor sich, als Jake sich in Richtung Spiegel neigte und seinen kurzen Vollbart stutzte. Dunkelgrüne Augen glitzerten ihr belustigt entgegen. Der breite Mund, der ihr einen Fehdehandschuh oder eine Anspielung entgegenwarf, kam ihr in den Sinn. Sie presste die Lippen zusammen.
Es war besser, dass er gegangen war. Sie waren nicht nur in der Hitze dieser Liebesaffäre in Flammen aufgegangen, sie hätten sich binnen Kurzem aufgerieben. Jake bedeutete Anstrengung.
Die leise Stimme in ihrem Inneren, die ihr spöttisch zuflüsterte: »Hattest du jemals eine so gute Zeit mit einem Mann? So viel Spaß, guten Sex und tiefe Gespräche?« ignorierte sie.

Nach einer weiteren Nacht, der Schlaf durchbrochen von heißen Träumen und marternden Gedanken, entschloss sie sich, ihren freien Tag auf der Double-J zuzubringen.
Eine Runde Reiten, die kleine Nichte hätscheln, mit Savannah lachen, den großen Bruder ärgern oder einfach mit Jolene und Erin eine Tasse Kaffee trinken, all das würde sie ablenken. Vielleicht wäre auch ein netter Mann Gast auf der Ferienranch, den sie noch nicht kannte und der einen Flirt zu schätzen wusste.

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Rezensionen

Ich sage Danke. Danke für die schönen Lesestunden! Die Autorin hat auch diese Buch gespickt mit Gefühl, Spannung und Heiterkeit. Eine Familie wie die Dawsons ist echt viel Wert. Wer von dieser Serie noch nicht überzeugt ist, liest bitte das 1. Buch. Ich schwöre ihr werdet nicht enttäuscht sein. Von mir gibt es 5 Sterne und eine klare Leseempfehlung. Ich freue mich auf das nächste Buch und hoffe es ist nicht das letzte.

"Magnolia" von Katie S. Farrell ist der vierte Teil einer Reihe rund um die Dawson-Schwestern, die in Colorado leben. Die rassige Nola folgt ihren Traummann Jake in den wunderbaren Ort Lafayette im Süden der USA und ist ganz begeistert von der Landschaft dort. Aber sie muss auch kämpfen. Um Jakes Liebe, um die Akzeptanz von Jakes Familie und um der Geschichte einen kriminalistischen Hauch zu geben sind zwei ungelöste Mordfälle zu lösen...

Ich finde die Geschichte wunderbar! Am Anfang war ich etwas skeptisch, da es ja bereits der vierte Band der Reihe ist, aber ich habe gar keine Probleme gehabt. Man kommt sofort prima in die Geschichte rein und alles wichtige, was man über die Vergangenheit der Dawson-Familie wissen muss, erfährt man in kleinen Erzählungen aus Nolas Sicht. Die Romantik kommt trotz der Mord-Ermittlungen nicht zu kurz und umgedreht genauso. Die Spannung ist an den richtigen Stellen da und hält was sie verspricht. Wer bei dem Buch keine Lust darauf verspürt, New Orleans oder Louisana zu besuchen, ist selber schuld ;)

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Erhältlich als E-Book:

ebookversion Magnolia
Format: Kindle Edition
Dateigröße: 617 KB
ASIN: B078T2J6MG

Erhältlich als Taschenbuch:

Taschenbuchversion

Paperback
Verlag: EyeDoo Publishing
Verlagsnummer: 946201
ISBN: 978-3-946201-10-6
www.eyedoo.biz

 
Donnerstag, 05 September 2013 00:00

Tausche Traummann gegen Liebe - Oneway to Montréal

geschrieben von

Romantikthriller

Traummann, Mörder, wahre Liebe – wer bist du? Die Diplomatentochter und Journalistin Samantha muss die Wahrheit über ihre Jugendliebe Dan herausfinden. Spannung und Romantik im frankokanadischen Montréal.

Beschreibung

Tausche Traummann gegen Liebe, RomantikthrillerTraummann, Mörder, wahre Liebe – wer bist du?

Die Freundschaft zwischen Samantha de Montfort, einer jungen Francokanadierin und ihren Kindheitsfreunden, dem attraktiven, fürsorglichen Dan und der lustigen, kapriziösen Jeannie bewährt sich gegen alle Einflüsse von außen. Denn Sammy weiß, dass Dan ihr Mann fürs Leben ist.
Während sich Sammy immer wieder von einem Unbekannten beobachtet fühlt, wird ein Junge aus ihrem Freundeskreis ermordet. Der Mörder kann nicht entlarvt werden und die Kindheit der drei wird abrupt beendet.
Dann geschieht das Unfassbare:
Dan und Jeannie verkünden ihre Verlobung nach einer einzigen spontanen, gemeinsamen Nacht. Für Sammy bricht eine Welt zusammen.
Dans bester Freund Larry versucht sie zu trösten und leidet selbst darunter, denn er hat sich Hals über Kopf in das fröhliche, geradlinige Mädchen verliebt.
Erneut kommt es zu einem Mord und einem Mordversuch in Sammys Umkreis und es wird klar, dass jemand Jagd auf die Männer macht, denen Sammy nahesteht.
Und nicht nur ein Jugendfreund kommt in Frage; nein, auch Dan gehört zum Kreis der Verdächtigen!
Für wen wird sich die junge Reporterin entscheiden: Larry, den guten Freund, Alex, den charmanten Chef oder hält sie zu ihrem Traummann?

 

Inhaltsverzeichnis

  1. Vorgeschichte
  2. Kingston
  3. Der Ball
  4. Schatten aus der Vergangenheit
  5. Ende eines Traumes
  6. Montréal
  7. Wachgeküsst
  8. Perspektiven
  9. Detonation
  10. Montréal oder der Rest der Welt
  11. Knistern
  12. Höhepunkt
  13. Game over
  14. Weitere Bücher der Autorin

Leseprobe

Samantha de Montfort nahm im Vorbeigehen im Badezimmer ihren Morgenmantel vom Haken und tapste müde die Treppe hinunter.
Hinter den Türen von Dan und Jeannie rührte sich noch nichts. Sammy beneidete die beiden kurz, aber sie war nun einmal mit Frühstücksdienst an der Reihe und genau genommen fiel es ihr ja auch wesentlich leichter als den beiden Langschläfern.
Sie rieb sich die Augen, als sie auf die Küchentür zuging. Roch es da etwa schon nach Kaffee? Sonntagmorgens? Unmöglich!
Sie öffnete die Tür und stand einem ihr unbekannten jungen Mann gegenüber, der gerade den Frühstückstisch deckte, für vier Personen! Und tatsächlich, es lief gerade frischer Kaffee durch die Maschine.
Der junge Mann drehte sich um, als er das Geräusch der Tür hörte und starrte sie sprachlos an. Sammy wurde leicht verlegen, als ihr bewusst wurde, dass sie weder gewaschen, noch gekämmt, geschweige denn angezogen war. Sie versuchte ihre verstrubbelte Mähne unauffällig etwas zu glätten, da begann der Unbekannte endlich zu sprechen:
„Hi, du bist bestimmt Sammy! Ich bin Larry Cassone.“
Sammy zögerte kurz und suchte nach den passenden Worten.
„Guten Morgen, Larry. Du bist wahrscheinlich ein Freund von Dan, oder? Sorry, dass ich noch so aussehe, aber ich wusste nicht, dass wir einen Gast haben.“
Larry runzelte die Stirn, als würde ihn etwas irritieren.
Er war ungefähr in Dans Alter, etwa 25 Jahre, auch sehr groß – knapp einen Meter neunzig, aber nicht so breit gebaut wie der athletische Dan.
Das Gesicht war schmal und gebräunt, die Augen hatten den Ton eines warmen Goldbraun.
Dunkelbraune, gelockte Haare fielen beinahe bis auf seine Schultern; etwas länger als üblich, aber durchaus gepflegt.
Er machte auf Sammy irgendwie den Eindruck eines Kunststudenten.
Larry versuchte sich auf die unerwarteten Worte des Mädchens zu konzentrieren, wurde aber immer noch von ihren dunklen Augen abgelenkt.
Sie hatte glatte lange blonde Haare, scheinbar sogar echt blond, was ein irritierender Kontrast zu den tiefdunklen Augen war.
Seufzend fragte er:
„Ich nehme mal stark an, dass Dan mich nicht angekündigt hat, oder?“
„Nein, aber das macht ja nichts“, versuchte Sammy ihn zu beruhigen.
Die Situation war ihm anscheinend äußerst unangenehm. „Gäste, die freiwillig am Sonntag das Frühstück machen, sind bei uns immer willkommen“, neckte sie ihn.
Ein kleines Lächeln flog über das schmale Gesicht, dann verschloss sich seine Miene wieder. Sammy sprach schnell weiter, um die peinliche Pause zu überbrücken:
„Also Larry, wenn es dir nichts ausmacht, dass ich dich hier noch mal kurz allein stehen lasse, dann würde ich mich gerne schnell anziehen!“
Sie würde einfach Dan aus dem Bett werfen, damit dieser sich um seinen Gast kümmern konnte!
In diesem Moment erschollen die Stimmen von Jeannie und Dan im ersten Stock und kurz darauf polterten beide zur Tür herein.
Jeannie Albright war dunkelhaarig, hatte leuchtend blaue Augen in einem fast puppenhaften Gesicht und war einen guten halben Kopf kleiner als Sammy.
Sie zeigte die gleiche überraschte Reaktion auf Larrys Anwesenheit wie kurz zuvor ihre Freundin.
Dies und Larrys finstere Miene fielen Dan sogleich auf.
Ein entschuldigendes Lächeln machte sich auf dem ebenmäßigen, fast schönen Gesicht des jungen Mannes breit. Die schrägen hellgrünen Augen unter den schwarzen, glatten Haaren blitzten vergnügt.
„Morgen, Larry. Du warst ja schon fleißig, wie ich sehe! Sorry, aber so früh komme ich nicht aus dem Bett. Sammy hast du ja schon kennen gelernt und das hier ist Jeannie.“
Larry nickte Jeannie kurz zu und beide murmelten ein höfliches „Guten Morgen“.
Dann hing ein längeres unangenehmes Schweigen in der Luft, die beiden Mädchen tauschten fragende Blicke und Jeannie verkniff sich mühsam ein Lachen.
Larry brach das Schweigen und fragte unübersehbar zornig seinen Freund, der als Einziger immer noch grinste:
„Du hast es ihnen gar nicht gesagt, Dan, oder? Und erst recht nicht gefragt, ob sie einverstanden sind, nicht wahr? Großartig, Kumpel, vielen Dank!“
Daniel Cameron lachte nur und schlug Larry auf die Schulter.
„Larry, bleib cool! Meine Mädels sind keine Xanthippen, sonst hätte ich es dir gar nicht angeboten.“
Sammy lehnte sich angespannt gegen die Küchentür und sagte trotz ihrer inneren Unruhe ganz sanft:
„Was ist denn los, Dan, was hättest du uns sagen sollen?“
Dan holte die Kaffeekanne und schenkte die Tassen voll. Während er sich rittlings auf seinen Stuhl setzte, sah er Sammy an und antwortete nun genauso ruhig:
„Larry hat Jura in Ottawa studiert, ist mit seinen Examina fertig und hat für diesen Herbst in Montréal eine Stelle als stellvertretender Staatsanwalt in Aussicht. In der Zwischenzeit absolviert er hier in Kingston sein Referendariat am Gericht. Aber sein Appartement wird erst in drei Wochen frei und ich habe ihm angeboten bei mir, beziehungsweise bei uns, während dieser Zeit zu wohnen! Ich bin davon ausgegangen, dass es euch nicht stört. Er schläft ja neben meinem Zimmer in der kleinen Kammer. Und auch wenn er jetzt etwas aufbrausend wirkt,“, er grinste frech in Larrys immer noch zornig blitzende Augen, „ist Larry normalerweise wie ein Fels in der Brandung. Ich weiß auch nicht, was er heute hat! Wenn ich es mir recht überlege, besteht die Gefahr, dass er auch ein Morgenmuffel ist, aber dann passt er ja erst recht zu uns. Für dich täte mir das natürlich sehr leid, Sammy!“, schloss er neckend in ihre Richtung.
Sammy atmete auf, es hatte sich alles so beunruhigend angehört!
Jeannie warf die Haare auf den Rücken und begann Milch in ihren Kaffee zu gießen.
Sie grinste Larry mit schief gelegtem Kopf an und meinte:
„Mensch, Larry, diese Dramatik musst du dir aber hier abgewöhnen, sonst artet das ja für uns in Nervenkrieg aus! Wo liegt denn dein Problem mit dem Ganzen?“
Larry sah die drei an.
Dan grinste lausbübisch, in der Art ‚habe ich dir ja gleich gesagt‘ und Sammy sah ihn freundlich, aber eindeutig taxierend an.
Heftig sagte er:
„Das Problem ist, dass ‚um Erlaubnis fragen‘ für mich heißt, etwas vorher abzuklären und nicht die Leute, die es ja doch sehr betreffen wird, vor den Kopf zu stoßen!“
Da ihn der Blick aus Sammys dunklen Augen immer noch irritierte und er aus ihrer Reaktion keinen Schluss zu ziehen vermochte, wandte er sich nun direkt an sie:
„Sammy, wie stehst du dazu? Wenn es dir ungelegen kommt, sag es bitte ehrlich, ich könnte es verstehen!“
Sammy lächelte ihn nun offen an und meinte herzlich:
„Es ist wirklich kein Problem, Larry! Dan würde uns niemanden aufhalsen, der nicht zu uns passen würde.
Wir drei kennen uns ja seit unserer Kindheit und wissen daher intuitiv, was die anderen stören könnte. Also herzlich willkommen und mach‘ dir deswegen keine Gedanken mehr! Hoffentlich hältst du es mit uns aus, denn wir sind mit ziemlicher Sicherheit diejenigen, die gewöhnungsbedürftig sind. Vor allem die Morgenmuffel unter uns!“
Sie stupste Dan so energisch in die Seite, dass dieser beinahe seinen Kaffee über sein Brot schüttete.
„Manch einer weiß auch noch nicht mal, wie man sich auf einen Stuhl setzt und beim Essen benimmt!“
Jeannie gluckste und Dan winkte gespielt drohend mit dem Zeigefinger.
Larry sah sie lange nachdenklich an, bis Sammy wieder leicht rot wurde und sagte dann ruhig, wie es scheinbar normalerweise seine Art war:
„Vielen Dank, Sammy, es wird mir bestimmt nicht schwer fallen, mich hier einzugewöhnen!“
Jeannie kicherte. Dan sah die beiden misstrauisch an und sagte lauter als gewöhnlich:
„Wie steht‘s denn nun mit Frühstück?“
Sammy wiederholte, dass sie sich waschen und anziehen wolle und Jeannie pflichtete ihr bei:
„Wir beeilen uns auch, ja? Wartet bitte auf uns!“
Dan meinte grinsend an Larry gewandt:
„Das heißt im Klartext, Sammy ist in zehn Minuten wieder da und Jeannie braucht doppelt so lange!“
Jeannie war nicht auf den Mund gefallen:
„Ich bin ja auch zehn Monate älter als sie. Deshalb brauche ich zehn Minuten länger, um die Erschöpfungsfalten zu beseitigen, die Sammy nicht hat, weil sie wie ein Baby zehn Stunden schläft und ich nur fünf.“
„Das ist auch dein großes Glück, dass ich früher ins Bett finde, als du! Denn so gibt es immer frischen Kaffee und Brot, bis Madame sich irgendwann erhebt!“, schoss Sammy zurück.
Aber Jeannie war völlig unbeeindruckt und ohne jedes schlechte Gewissen.
„Erstens kann dir dabei jetzt ja Larry helfen und zweitens schläfst du trotzdem viel mehr als ich!“
„Es ist ja auch gesünder und man ist geistig fit und quatscht tagsüber nicht so viel Blödsinn!“
Unter kameradschaftlichem Gekabbel liefen die beiden Mädchen nach oben in ihre Zimmer.
Auf der Treppe vernahmen die beiden Jungs noch Jeannies freche Bemerkung:
„Hey, das ist ein süßer Typ, findest du nicht? Aber für mich viel zu jung. Aber dich hat er angemacht, ganz klar!
Hey, Sammy! Spinnst du, was machst du denn?“
Bei diesen Worten war ein Geräusch zu vernehmen, welches nach verschüttetem Wasser klang und ein lachendes „Halt die Klappe, Jeannie, bis du ganz wach bist, ja?“.
Die Jungs sahen sich an, beide mit betont ausdrucksloser Miene.
Dan sagte ganz leise:
„Denk an die goldene Regel, Finger weg von meinen Mädels!“
Larry hob belustigt die Augenbrauen:
„Findest du nicht, du bist etwas zu besitzergreifend? Ich habe doch gar nichts gesagt oder getan!“
„Ich bin nicht blöd, Larry! Ich weiß, das Spielchen funktioniert auch nur mit Blicken!“
Larry schüttelte abwehrend den Kopf:
„Ich bin nicht wie du! Aber du solltest mich eigentlich gut genug kennen, dass ich nichts Leichtfertiges anfangen würde. Und Dan, nur zu deiner Info: was auch immer ich tue, ist in erster Linie meine eigene Sache, ist das klar?“
Dan sah seinen Freund erstaunt an, auf die harte Tour war Larry ihm noch nie gekommen.
Andererseits würde Larry wirklich niemanden drängen oder leichtfertig verletzen, da war er sich sicher. Also nickte er ihm kurz zu.

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Umfangreiche Leseprobe aus der Taschenbuchversion:
Leseprobe "Tausche Traummann gegen Liebe"

  • Mehr als 25% der Taschenbuchversion
  • 110 Seiten
  • PDF, Größe 930 KB

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Rezensionen

Liebesgeschichte und Krimi: Habe dieses Buch sehr gerne gelesen. Gefallen hat mir die Mischung von Liebesgeschichte und Krimi.Es war entspannend und gut zu lesen.Habe es genossen.

Liebe und Tod in Kanada: Ein Roman, der die Geschichte von befreudeten Kindern bis in deren Erwachsenenalter spannend unn abwechslungsreich erzählt.
Es geht um Liebe und deren Probleme, aber auch um rätselhafte Todesfälle.
Trotz aller Schwierigkeiten: Ende gut, alles gut!

Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Es war spannend und emotional, ich konnte nicht aufhören zu lesen (sehr zum Leidwesen meiner Familie)! Liebe Katie Farrell bitte machen Sie weiter so. Ich freue mich auf Ihr nächstes Buch.

Die Kurzbeschreibung hat mich neugierig gemacht.... Also die Geschichte hat mich relativ schnell festgehalten und ich wollte wissen, wer denn tatsächlich dahinter steckt... Immer mal wieder selbst Vermutungen gehabt und dann kam doch wieder alles anders ;-) Alles in allem empfehlenswert!

Spannend von Anfang bis Ende über eine Freundschaft vierer junger Menschen auf dem Weg zu Reife und Liebe. Zu empfehlen!

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Erhältlich als E-Book:

ebookversion Tausche Traummann gegen Liebe
Format: Kindle Edition
Dateigröße: 524 KB
ASIN: B00H99ZPMI

Erhältlich als Taschenbuch:

Taschenbuchversion
328 Seiten, Taschenbuch
Verlag: EyeDoo Publishing
Verlagsnummer: 946201
ISBN: 978-3-946201-09-0
 
Dienstag, 01 Oktober 2013 00:00

Vertraue mir

geschrieben von

Romantikthriller

Eine mitreißende Story zwischen Thriller und Liebesroman, Mord und Romantik, dem Schnee der Rocky Mountains und den Weinbergen des Napa Valley!

Beschreibung

Buchcover Vertraue mirVor seinem Blockhaus in den Rocky Mountains wird der Bergwerksunternehmer Gabriel Bennett beinahe erschossen. Ein unerkannter Schutzengel rettet ihm das Leben und verletzt den Attentäter. Dieser entpuppt sich als eine junge Frau, die sich nach dem Wiedererlangen ihres Bewusstseins weder an ihre eigene Identität erinnert, noch an den Grund für ihren Mordversuch an Bennett. Während eines Schneesturms miteinander im Blockhaus eingeschlossen, entdecken die beiden zuerst ihre Sympathie, dann ihre Leidenschaft füreinander.
Zurück in der Zivilisation stellt sich heraus, dass es sich um Maura Callahan handelt, die Witwe eines Angestellten von Bennett, die ihn für den Tod ihres Mannes verantwortlich machte.

Können Maura und Gabriel herausfinden, warum Tim Callahan sterben musste?
War es Mord und wer außer Bennett hatte ein Motiv?
Wird ihre Liebe die Zweifel überstehen?

 

Inhaltsverzeichnis

1. SCHNEESTURM
2. ERWACHEN
3. METAMORPHOSE
4. GEWITTERWOLKEN
5. SHOWDOWN
Weitere Bücher der Autorin

Leseprobe

Mit ganz leichten, feinen Flocken begann es. Sie bedeckten den Boden, setzten sich auf die Äste der Bäume und dämpften die Geräusche im Wald.
Dies fiel dem Mann, der in der großen Blockhütte in einem Lehnstuhl am Feuer saß und gedankenverloren in die Flammen blickte, als Erstes auf.
Er streckte die langen Beine und drückte sich aus dem tiefen Sessel heraus. Ganz ohne Eile ging er zur Türe und öffnete sie weit. In ihrem Rahmen stehend atmete er tief die Schneeluft in sich hinein. So bewusst, dass er dabei die Augen schloss.
Er spürte um sich herum die Landschaft, die er so liebte. Die Einsamkeit, die ihn die Hektik seines Berufsalltags vergessen ließ.

So versunken er auch war, hörte er doch ein Geräusch, welches die Ruhe im Wald störte. Ganz leise nur hörte er jemand auf sich zu kommen. Er öffnete die Augen, kniff sie etwas zusammen, um in der Dämmerung etwas erkennen zu können. Der Schnee verschleierte seinen Blick, aber hinter den Bäumen, den letzten vor der Lichtung auf welcher sein Blockhaus stand, bewegte sich etwas.
Eine völlig weiß gekleidete Gestalt trat aus dem Dunkel des Waldes.
Als die Gestalt den Umriss des Mannes vor der erleuchteten Türe bemerkte, blieb sie abrupt stehen. Dann nahm sie mit langsamen Bewegungen einen Rucksack von den Schultern und holte etwas heraus. Als sich die Gestalt wieder aufrichtete, sah der Mann zu seinem Entsetzen, dass ein Gewehr auf ihn gerichtet war. Er konnte zwar kein Gesicht innerhalb der pelzumrahmten Kapuze ausmachen, das Gewehr war erstaunlicherweise jedoch eindeutig zu erkennen. Es war eine Armeewaffe, ein Spezialgewehr für Scharfschützen! Er hatte während seiner Zeit bei der Army viele dieser Waffen gesehen und die Schützen bewundert, die kleinste Ziele auf große Entfernungen damit zu treffen vermochten.
In diesem Moment dachte er nur: „Warum denn ich? Wer will mich denn töten? Habe ich jemandem dafür einen Grund gegeben?“
Die Verwunderung über diese Situation ließ ihn bewegungslos verharren. Er wusste, er hatte keine Chance einem gezielten Schuss auszuweichen.
Nach dem Krachen des Schusses wartete er auf den Schmerz. Als dieser sich nicht einstellte, erwachte er wie aus einer Trance und sah völlig überrascht den Schützen selbst neben dem Baum zusammenbrechen. Langsam, wie in Zeitlupe! Der Mann zögerte kurz, dann ging er widerwillig, aber von seiner Neugierde getrieben, auf die daliegende Gestalt zu. Aus den Augenwinkeln heraus nahm er plötzlich eine Bewegung oberhalb des Waldes auf dem nahe gelegenen Hügel wahr. Dort stand jemand in schwarzer Montur!
Der Schwarzgekleidete zögerte einen Moment. Dann wandte er sich in einer fließenden Bewegung um und verschwand. Der Mann aus der Hütte beschleunigte, wie unter einem inneren Zwang, seine Schritte und versuchte den Schwarzgekleideten einzuholen, aber als er die Hügelkuppe erreicht hatte, sah er nur noch einen dunklen Geländewagen verschwinden. Das Kennzeichen war im Licht- und Schattenspiel des Waldes nicht mehr zu erkennen.
Er wandte sich um, jetzt wieder hellwach. Vorsichtig näherte er sich dem unglücklichen Attentäter. Die Gestalt lag zusammengekrümmt im Schnee. Durch das Oberteil des weißen einteiligen Tarnanzugs tropfte Blut in den weißen Schnee. Widerwillig drehte er die Gestalt um und streifte ihr fast grob die Kapuze vom Kopf.
Ein Laut des Erstaunens entschlüpfte ihm.
Eine junge Frau lag vor ihm. Vielleicht Mitte Zwanzig. Die Haare waren blond, nicht sehr lang, das Gesicht zart und symmetrisch.
Ja, sie war hübsch, aber wegen der geschlossenen Augen konnte man keinen Ausdruck erkennen. Sie wirkte keinesfalls wie eine Profikillerin, aber er wusste, es gibt viele seltsame Dinge auf dieser Welt. Etwas an ihr kam ihm vage bekannt vor, aber er wusste nicht, wo in seinem Umfeld er sie unterbringen sollte.

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Leseprobe "Vertraue mir"

  • Mehr als 25% der Taschenbuchversion
  • 81 Seiten
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Rezensionen

Das Buch hat mir gut gefallen. Die Spannung wurde langsam aufgebaut und die Protagonisten waren sehr sympathisch. Ein Punkt Abzug, weil mir die Personen manchmal zu perfekt waren und das Ende vorhersehbar. Aber das tat dem Lesespaß nicht wirklich Abbruch. Eine schöne Geschichte für entspannte Stunden. Was mich zusätzlich überrascht hat: Die typisch amerikanische Lebensart wurde so gut beschrieben, dass ich überrascht war, dass die Autorin Deutsche ist!

Der Roman ist spannend von Anfang bis zum Ende. Eine gelungene Mischung aus Krimi und Liebesroman und ich konnte meinen Kindle nicht mehr aus der Hand legen. Die Autorin schafft es, die Spannung von Anfang bis Ende zu halten. Natürlich ist es im "richtigen" Leben unrealistisch, der Person, die einen vernichten will, bedingungslos zu vertrauen und sich zu verlieben. Aber dazu sind Romane ja meiner Meinung nach da, um einen für ein paar Stunden in eine andere Welt zu entführen und zu unterhalten. Es ist schön, dass Amazon den Kindle-Besitzern immer wieder die Gelegenheit gibt, kostenlos neue Autoren kennen zu lernen. Ich hoffe, dass es bald noch mehr solch spannender Romane von Mona Nebl gibt.

Die Geschichte ist gut realistisch geschrieben. Beide Hauptpersonen werden sehr sympathisch vorgestellt und man fühlt in der Geschichte wirklich mit. Der Roman ist durchgehend spannend, so dass ich (normalerweise lese ich nicht mehr als 1-2 Stunden am Stück) bis 3 Uhr morgens durchgelesen habe. Ich hatte bis zum Schluss Angst um die sympathische Hauptperson und auch die Entlarvung des Bösen war bis zuletzt nicht sicher möglich. Der Schreibstil der Autorin ist fließend und sehr angenehm ohne die heute sonst leider üblichen "Kraftausdrücke".

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Format: Kindle Edition
Dateigröße: 409 KB
ASIN: B00BFSGPJG

 Erhältlich als Taschenbuch:

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260 Seiten, Taschenbuch
Verlag: EyeDoo Publishing
Verlagsnummer: 946201
ISBN: 978-3-946201-08-3